Donnerstag, 28. Mai 2009

Bysphenol A - Eine kontroverse Chemikalie

Bysphenol A - eine kontroverse "geschlechtsverändernde" Chemikalie, deren Werte durch das Trinken aus Plastikflaschen um mehr als zwei Drittel erhöht werden können. Bisher war es lediglich eine alltägliche Chemikalie, die in vielen Plastikverpackungen, Getränkebehältern, Getränkedosen und Babyfalschen vorkam. Doch langsam beginnen Experten, sich über BPA Sorgen zu machen. Auch in einigen anderen Ländern wird der Stoff bereits als giftig klassifiziert. Kanada hat die Verwendung in Polycarbonat in Babyflaschen bereits verboten, viele andere Hersteller entfernten es bereits freiwillig aus ihren Produkten.

Durch frühere Studien konnte ermittelt werden, dass ein Zusammenhang zwischen erhöhter BPA-Werte und Fehlbildungen bei Geburten, Wachtstumsproblemen und ein erhöhtes Risiko von Herzkrankheiten sowie Diabetes besteht. Zudem bestehen Vermutungen, dass beim Aufwärmen der Flaschen, wie es Mütter tun, wenn sie ihre Babymilch erwärmen zum Beispiel, zur erhöhten Abgabe der Chemikalie in potentiell gefährlichen Mengen in die darin enthaltene Flüssigkeit führt.

BPA imitiert das weibliche Sexualhormon Östrogen. Durch eine Studie konnte bewiesen werden, dass nach einer Woche Flüssigkeitskonsum aus Polycarbonatflaschen ein BPA-Anstieg von 69 % im Urin zu verzeichnen war. Im Detail sah die Studie aus wie folgt:

Durchgeführt wurde sie von der Harvard School of public Health mit 77 Studenten, die vor dem Versuch zunächst ihre BPA-Aufnahme reduzieren und sich einer 7-tägigen Reinigungskur unterziehen mussten, in der sie sämtliche Kaltgetränke aus rostfreien Stahlflaschen zu sich nehmen mussten.

Anschliessend gab man ihnen zwei Polycarbonatflaschen und bat sie, alle Kaltgetränke während der nächsten Woche nur aus diesen Flaschen zu trinken. Sie konnten das oben bereits genannte Ergebnis nach erneuter Messung der Werte feststellen. Hätte man diese Flaschen noch erwärmt, wie bei Babyflaschen, hätte man von einem noch deutlich höheren Wert ausgehen müssen. Kleinkinder könnten besonders anfällig für das Potential von BPA sein, das ihre Drüsen zerstört.

Die europäische Behörde für Nahrungsmittelsicherheit ist allerdings der Meinung, dass die Menschen die Chemikalie auf natürliche Weise in weniger schädliche Substanzen im Körper umwandeln. Experten sind sich bis heute uneinig, jedoch steigt deutlich die Anzahl derer, die sich nun besorgnisrregend äußern.

1 Kommentar:

  1. EIn alter Hut und ich kann allen Eltern, die auf das Fläschchen nicht verzichten wollen/können: nehmt Glasflaschen oder erhitzt die Plastikflaschen zumindest nicht.

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