Sonntag, 24. Mai 2009

A tribute to: "the Massenmedien"

Die Informationssucht ist eine der meist verbreitetsten Krankheiten weltweit. Sie ist schlichtweg die Folge der Lücke zwischen dem, was wir verstehen, und dem, was wir denken was wir verstehen müssten. Aber warum denken so viele überhaupt, etwas verstehen oder hören zu müssen, was die Massenmedien propagieren?

Vorrangig sind dafür zwei Annahmen verantwortlich:

1. Es gilt als verantwortungslos nicht informiert zu sein.
2. Es gilt als gefährlich, nicht informiert zu sein.

In anderen Worten: Der gesellschaftliche Druck und Konsens der Massenmedien und fundamentale, existentielle Ängste führen zur Informationssucht. Dabei ist darauf zu achten, beide Punkte gleichwertig zu behandeln. Unser Informationsdruck resultiert nicht nur aus purem Überlebenswillen, sondern ebenso aus dem Einfluss der Gesellschaft und der Massenmedien.

Die meisten Menschen fühlen sich verpflichtet, alles zu wissen und zu verstehen, was die Massenmedien als "wichtig" bezeichnen. Hiermit meine ich keine unabhängigen freien Medien, die leider von den wenigsten genutzt werden, sondern den Mainstream Potpourri aus BILD, Tagesschau und Antenne Bayern. Und weil sie Angst haben. Angst, beim Informationsfluss zurückzubleiben. Laut einer Umfrage im Guardian haben fast die Hälfte der Bevölkerung solche Ängste.

Das ist ohne Zweifel gutem Marketing und manipulativer Werbung zuzuschreiben. Dabei ist das ein eindeutiger Teufelskreis. Die Advertiser überfluten uns mit Dingen, von denen sie meinen, dass wir sie wissen (und glauben) sollten, indem sie uns weismachen, dass uns das unsere Ängste nimmt. Natürlich sollen wir meist Geld ausgeben. Geld, um unsere Ängste zu verringern. Das alles schürt selbige in hohem Maße, und damit sind wir wieder am Anfang - noch mehr Informationen aufsaugen. Input, Input, Input. Den holen wir uns aber nicht selbst, denn dafür sind wir zu bequem. Der wird uns doch so schön präsentiert - da fressen wir halt, was man uns hinwirft.

Die Marketing-Strategie um unsere "Ängste zu bekämpfen" kennt dabei in ihren Methoden und Inhalten keine Grenzen. Wir müssen wissen, welche neue Sendung Dieter Bohlen plant. Wir müssen wissen, wer sich im Dschungelcamp zuletzt geweigert hat Kakerlaken zu essen. Wir müssen wissen, wie viel Rabatt es gibt.

Aber dafür gibt es eine Lösung. Es gibt Heilung für die Infosucht. Die da heißt:

Selbstständig informieren!

So geht man nahezu kein Risiko ein. Man kann Infos aufsaugen, so viel es einem passt, ohne dabei an Reizüberflutung oder Verblödung zu kollabieren. Man geht nicht das Risiko ein, bei jedem Wort Falschmeldung oder Manipulation zu unterliegen. (Wobei das immer noch besteht, allerdings deutlich in seinem Ausmaß verringert wird.)Kurz: Eine wesentlich effektivere Art, sich zu informieren. Man beachte die Formulierung: sich zu informieren.
Denn darum geht es. Nicht informiert zu werden, sondern sich zu infmormieren!

So hat man nicht die Arbeit, die ganzen 99,9 % der täglichen Medieninformationen herauszufiltern, die keinerlei Nutzen für uns haben. Wie viel der "Information" besteht letztendlich aus Menschen, die ihre Meinung nur herausbrüllen um sich selbst nicht denken hören zu müssen? Persönlichkeiten aus den Medien sind keine stillen Denker. Dieser "Überpräsentation" extrem lautstarker Personen in den Medien ist es ohne Zweifel zu verdanken, dass ein Großteil der Bevölkerung immer noch denkt, dass "stilles Reflektieren und Informieren" und "Isolation von Medienlärm" mit dazugehörigen Konsequenzen psychische Krankheiten sind. Und dumm macht. Unglaublich dumm.

Liebe BILD-Leser, liebe FFH-Hörer und liebe DSDS-Kucker:
Versucht einmal für eine gewisse Zeitspanne (eine Woche dürfte für den Anfang reichen ... wir wollen ja niemanden gefährden. Ich übernehme keine Haftung für eventuell auftretende Schäden) komplett ohne Fernseher, Zeitungen, Magazine und Radio auszukommen, indem ihr solchen Stimuli weder Zugang zu euren Sinnen noch zu eurem Denken verschafft! Ich verspreche euch, ihr werdet euch besser fühlen.

Dem ein oder anderen wird es vielleicht sogar die Augen öffnen. Was das heißen soll, darauf brauche ich nicht einzugehen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass direkte Konfrontation nur zu noch mehr Ablehnung führt. Vielleicht klappt es ja besser, wenn ihr den Weg selbst findet. Matheformeln kann man auch besser verstehen, wenn man sie selbst herleitet, als wenn sie einem eingetrichtert werden.

Vielleicht werdet ihr auch erkennen, dass die Informationen der Massenmedien ziemlich nutzlos sind. Wieso denn noch den Kopf mit Dingen vollstopfen, die uns keinen Nutzen bringen? (Keinem von uns!)

Wie kann man so etwas unverantwortlich oder gefährlich nennen?

1 Kommentar:

  1. ne menge gesunde sachen gelten als psychisch krank
    ausser wenn sie anfangen belastend zu werden eben weil sie verkannt
    werden und man den einklang mit welt nich findet denn man muss sich ja wehren
    und wer is
    dann nochmal schuld. naja ich nicht.
    ich habs ja eh nich so mit medien sage ich und surfe dabei im internet.
    ich biete mir wieder das du an als ich den 2ten kommentarlosen kommentar kommentiere
    und frage dich
    ein stueck weit rhetorisch
    ob du deine gedanken nicht auch nur hierhinschreist um sie nicht staendig denken zu muessen
    und erscheine dabei bei
    nahe offensiv
    konstruktiv merke ich an das das verstaendlich waere bei der artung der gedanken und der vorstellung eines emotionaleren erlebens als das meine
    wobei ich jetzt wahllos annahmen unterstelle
    und
    das gehoert sich nich
    ein 89 jaehriger chemie professor wies mich neulich darauf hin das er den teufel tun wuerde irgendeine zeitung zu lesen da koenne er ja gleich fernsehen gucken
    in dem sinne
    hoffe du machst weiter mit der guten arbeit°

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