Montag, 25. Mai 2009

Sicherheitsskandal bei der Deutschen Bank?

Man könnte doch meinen, dass 80.000 Mitarbeiter, Aktionäre und Millionen von Kunden ein Recht darauf haben, zu wissen, welche Praktiken zu Konzernsicherheit angewandt werden. Offenbar scheint die Deutsche Bank das nicht für nötig zu halten. Sie kündigte in einer ziemlich verworrenen Pressemitteilung an, dass ihre Sicherheitabteilung möglicherweise gegen rechtliche, interne Vorgaben verstossen hat, lässt aber alle weiterhin im Dunkeln, worum es sich genau handelt. Mittlerweile soll sich sogar die Finanzaufsicht eingeschaltet und eine Sonderprüfung eingeleitet haben. Allein das bedeutet schon, dass es sich hier keineswegs um Kinkerlitzchen handeln kann.

Man befindet sich nur wenige Tage vor der Hauptversammlung und ... schweigt. Wurde etwa wieder bespitzelt und überprüft? Man weiß es nicht, weil man selbst die Millionen Kunden im Nebel lässt. Wirklich ausgeschlossen wird in der Pressemitteilung nichts. Seltsam, dass genau der Vorstandschef, Josef Ackermann, anderen immer wieder die Wichitgkeit von Transparenz predigt.

Schade, dass die Deutsche Bank nichts von den bereits aufgetauchten Sicherheitsskandalen gelernt hat. Ein solches Verschweigen und Verschleiern der Wahrheit bringt nur Schaden. (siehe Telekom, Deutsche Bahn etc.) Zudem, wenn man sich angewöhnt hat (und das langsam auffällig wird ...) solche unangenehmen Nachrichten stets zu später Stunde oder am Wochenende zu publizieren, um von einer massiven Berichterstattung abzusehen. Auch beim Streit um das Management der Fondstochter DWS schien diese Taktik zum Einsatz zu kommen.

Dies alles sorgt nicht gerade dafür, das Vertrauen in eine Bank zu stärken. Intern beansprucht die Bank Werte wie Ehrlichkeit und Verlässlichkeit für sich. Spätestens seit diesem Wochenende dürfte man sich fragen, wie ernst sie das wirklich meint ...

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