Samstag, 9. Mai 2009

Eine Regierung aus Sachbearbeitern

Warum begehren wir nicht auf, und suchen nach der wirklichen Wahrheit hinter all den Lügen, die uns von jeder Seite aufgetischt werden? Weil wir bequem sind. Der Staat macht es uns sehr leicht. Die unangenehmen Wahrheiten und existentielle Entscheidungen werden uns erspart, so dass wir uns vollkommen daran gewöhnt haben, in einem Staat zu leben, der vollends von Parteien dominiert wird. Und was folgt daraus? Es gibt nur noch Sozialdemokraten.

Wir rufen nach einem fürsorglichen Kümmerer, nicht nach einem Staat, der wahre Erkenntnisse notfalls auch gegen heftige Widerstände durchsetzt. Nein, wir lassen uns lieber leiten von Menschen, die für Außenpolitik und innere Verwaltung leben, aber Staatspolitik als Nebensache betrachten. Selbst die momentane Finanz- und Wirtschaftskrisensituation wird ausgenutzt, um das eigene Einflußpotential noch drastischer auszuweiten, es maximal umzuverteilen.

Immerhin - die Krise bietet der Politik eine einmalige Gelegenheit, mit großen Gesten Rettungsschirme aufzuspannen und sich selbst als Krisenbewältiger darzustellen.
Aber wozu sich Sorgen machen. Angst brauchen wir ja keine zu haben. Schliesslich haben wir ja Menschen, die sich um uns kümmern. Besonders um unser Geld.

Genau das ist ja das Bequeme.
Allerdings habe ich persönlich keine Lust mehr darauf, von Sachbearbeitern regiert zu werden. Und wer Kritik übt wird nicht als Bürger angesehen, der versucht, sich aus der Kontrolle der Mächtigen zu entziehen, sondern als potentieller Betreuungsfall.

Wenn man sich aber dieser Falle bewusst wird, ist es längst zu spät. Und es funktioniert auch nicht, Delegitimation durch Wahlenthaltung zum Ausdruck zu bringen, weil das nur eine Flucht ist.
Es ist kriminell, dass Polit-Prediger, die gerade mal ein Fünftel der wahlberechtigten Bürger zur ihrer Zustimmung bewegen konnten, immer noch die Richtlinien der Politik bestimmen. Selbst wenn nur noch die Hälfte aller Bürger überhaupt wählen geht - es ändert nichts daran, dass alle Sitze und Zuschüsse der staatlichen Parteifinanzierung verteilt werden. Im Grunde braucht das System unserer Parteien gar keine Bürger mehr. Eine hohe Wahlbeteiligung ist keine Notwendigkeit mehr, sondern allenfalls Staffage. Es sieht eben besser aus.

1 Kommentar:

  1. es geht zwar noch nich exakt als mutig durch
    aber ich mache mir zumindest den gedanken
    ob es klug is eine meinung so kundzutun
    auf so erboste art und weise
    diesmal nichtmal mit einem anlass
    ich hoffe am 9. war kein gutes wetter
    aber ja natuerlich
    und der beste weg daraus is wrsch sogar teil dieses apperates zu werden
    dann lebt man wenigstens nich unter ihm sondern in ihm
    allerdings muesste ich dann alle spiegel abhaengen
    kann ich mir nich leisten

    AntwortenLöschen