Freitag, 19. Juni 2009

Gabi Pauli macht sich selbstständig

Gabi Pauli macht sich nun also selbstständig und versucht sich an einer eigenen Partei, mit der sie dann auch gleich zur Bundestagswahl antreten will. Meine Güte .. diese Frau geht aber auch auf Wanderschaft ... erst Union ... dann Freie Wähler ... und nun solls der Mix "Freie Union" tun.

Die Rebellin will sich mit der Partei für "wahre Werte" wie Frieden, Liebe und Geduld einsetzen. Welche politischen Ziele damit verbunden wären bleibt sie uns zunächst schuldig. Sie betont allerdings auch selbst, dass es erst mal um ein Grundkonzept gehe und nicht um ein ausführliches, politisches Konzept mit Lösungsvorschlägen.

"Diese Partei soll Bürger zusammenfassen, die im Vordergrund sehen, dass wir Werte auch leben und nicht auf Positionen schauen", betonte sie.

Es ginge den etablierten Parteien nur um Macht und Positionen, weshalb die Menschen aufstehen müssten und sagen "Wir Bürger können es."

Ihr Verständnis von der Freien Union: "Wir sind zwar Partei, leben aber nicht die Machtstrukturen von Parteien." In dem Papier schreibt sie weiter: "Jeder Mensch hat alle Kraft und Macht in sich, er muss seine Stärke nicht durch Äußerlichkeiten herbeiführen."

Paulis Grundlagenpapier beginnt mit den Worten: "Man stelle sich eine Welt vor, die die Menschen unterstützt, sie selbst zu sein!"

Auf der Website von Gabriele Pauli kann man sich ausführlich über das Programm informieren. Schade, dass Frau Pauli bisher mit so negativer Medienkritik belastet ist, denn in den Grundzügen hat sie sich ein bemerkenswertes Programm vorgenommen. (Auch wenn ich keinerlei Anstalten machen werde, meinen Piraten abtrünnig zu werden ;))

Es ist schwer zu beurteilen, ob dies wieder nur eine Aktion Frau Paulis ist, um die Aufmerksamkeit der Medien zu erhaschen, oder ob die Belange des kleinen Bürgers ihr tatsächlich so am Herzen liegen. Trotz allem würde ich davon absehen, das Konzept und die Aktion allzu vorschnell zu beurteilen und in den Müll zu treten.

Nur ein kleiner Auszug aus ihren Forderungen:

  • den Bundesländern die Verantwortung für Schulpolitik nehmen, da sie es irre findet, dass jedes Bundesland in dieser Angelegenheit ihr eigenes Süppchen kocht
  • Ehegattensplitting abschaffen
  • Vereinfachung des Steuersystems
  • mehr direkte Demokratie etwa durch Direktwahl von Ministerpräsidenten und Bundeskanzler

"Wir brauchen für die Wahl sehr schnell organisatorische Voraussetzungen", sagte sie. Es gebe sehr viele, die interessiert seien, mitzumachen: "Jeden Tag kommen Hunderte von Zuschriften und Anfragen."

Diesen Sonntag findet im Hofbräukeller in München die Gründungsveranstaltung der Partei statt. Sie ist offen, jeder Interessent kann teilnehmen.

Ich bin gespannt, wie sich diese Aktion noch bis zur Wahl im September entwickelt.

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