Freitag, 20. Februar 2009

Youporn legal?!


Muss ich mich nun schämen oder meine Seite zensieren, weil schon im Titel eine Pornoplattform erwähnt wird? Beides gedenke ich nicht zu tun, im Gegenteil - ich mache es noch schlimmer und berichte darüber. Nein, ich werde keine Pornografie verherrlichen, sondern versuchen, gemäß meiner Aufgabe als treuen Bloggerin, nur Informationen zu vermitteln.

Immer wieder gibt es ja Aufruhr um diese Seite, die mit kostenlosen Sexangeboten wirbt, wo jeder seine Videos nach Herzenslust up- oder downloaden kann. Vorläufer der Seite ist das altbekannte Videoportal Youtube. Nicht erstaunlich scheint mir, dass die Videoplattform bereits Rang 32 der weltweit am häufigsten besuchten Websites belegt. In Deutschland (oh Wunder) sogar Platz 15.

Nebst der Videoplattform gibt es einen Chat, Camshows und einen Online-Dating-Servixe ääääh Verzeihung Service. Selbstverständlich beziehe ich meine Informationen von externen Quellen, niemand sollte den Eindruck haben ich besuche solch dubiose Webseiten. Das ganze ist kostenlos, finanziert sich teilweise durch Bannerwerbung.

Aber mal zum interessanten Teil : Wer betreibt diese Seite eigentlich? Gute Frage - die Betreiber sind bis heute anonym. Berichten zufolge gibt es Hinweise auf einen möglichen Sitz in Kalifornien oder ( ja, es darf gelacht werden) in Deutschland. Ende des Jahres 2005 wurde die Domain bei einer kalifornischen Firma registriert und es wurde lediglich eine Mailadresse als Kontaktmöglichkeit bei den Betreibern hinterlegt. Die Seite wird also juristisch gesehen von Kalifornien aus betrieben und hat sich auch nach dem dort geltenden Recht zu richten, welches im Gegenzug zum deutschen Pendant keine Offenlegung der Daten fordert.

Ein Vorfall ereignete sich Ende des Jahres 2007, als zwei ganz schlaue Kandidaten namens Stephen Paul Jones und Zach Hong sich an das Unternehmen wandten und behaupteten, sie besäßen die Website und einer von beiden wolle seine Anteile für 20 Millionen US-Dollar verkaufen. Diese Aussage wurde jedoch wenig später wieder revidiert und der Besitz wurde von den beiden Herren einem Deutschen zugesprochen.

Google beendete dann 2007 die Indizierung der deutschsprachigen Version von Youporn. Arcor sperrte zum Beispiel den Zugriff für deine Kunden vollständig. Dies geschah auf eine Aufforderung hin von einem Anbieter kostenpflichtigen, pornografischen Materials, der meinte, die Seite verstoße aufgrund mangelndes Altersnachweises gegen das Jugendschutzgesetz. Allerdings wurde diese Sperrung wenig später wieder aufgehoben, weil schnell klar wurde, dass durch die IP-Adressen-Sperrung auch viele weitere Angebote ohne pornografischen Inhalt betroffen waren.

Ende vom Lied ist: Youporn war und ist immer noch jederzeit erreichbar und legal, wenn auch nicht googleindexiert.



Bild: pixelio ( Boscolo)

Kommentare:

  1. ...youporn gehört mir... aber pssst, niemandem verraten ;-) bald verkauf ich die plattform für 2343 millionen dollar an... genau, google.

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  2. ui das is doch aber en schnäppchen für google .... ich würd noch ein paar millionen draufpacken ...

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