Samstag, 7. Februar 2009

Normalität - eine Massenpsychose


Wieder einmal bin ich in meiner Annahme bestätigt worden, dass die sogenannte "Normalität" nichts weiter als eine Illusion ist. Eine für "normal" gehaltene Wahnvorstellung. Das fängt ja schon mit ganz banaler Physik an. Man tituliert mit "normal", das, was man im alltäglichen Leben sehen und erfahren kann. Ein Stuhl ist ein Stuhl, ein Stift ist ein Stift, ein Glas ist ein Glas. Aber physikalisch gesehen sind das alles nur Erscheinungsformen, die aus einem chaotischen Spiel mit Atomen, Quarks und Strings entstanden sind. Für diese kleinsten Teilchen herrschen vollkommen andere Gesetze als für unseren riesigen Körper (rein physikalisch gesehen). Tatsächlich ist es so, dass wir diesen Teilchen keinen Ort zuweisen können, sondern nur eine Wahrscheinlichkeit, dass sie sich zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort aufhalten. Vielleicht auch an mehreren Orten zugleich.

Fazit also: Die Welt ist lange nicht so statisch wie man meinen möchte, sondern vielleicht einfach die großmöglichste Form. Daher denke ich, dass es durchaus eine Möglichkeit gibt beispielsweise durch Wände zu gehen, auch wenn die Wahrscheinlichkeit verschwindend gering ist.

Ich gehe soweit zu sagen, dass es eher "normal" ist, nicht glücklich zu sein. Morgens aufstehen, sich durch den überfüllte Verkehr quälen, eine bestimmte Tätigkeit ausüben (mit der die meisten allenfalls zufrieden, aber nicht glücklich sind). Dann so schnell wie möglich nach Hause um noch etwas von der Familie mitzubekommen. Von den Kindern, die man kaum sieht, weil man keine Zeit für sie hat. Und von der Frau, die man eigentlich liebt, aber für deren erfülltes Sexualleben man nichts beitragen kann, weil man ja keine Zeit hat, morgens wieder früh raus muss oder einfach zu ausgebrannt ist. Oder man ist eben solo, kommt nach Hause, erledigt im Eiltempo den Haushalt, dass man auch am Abend schön die Zeit findet, sich von der Glotze berieseln zu lassen, nur um danach wieder aufzustehen und das ganze erneut zu tun.

Das fällt besonders auf bei den Jugendlichen finde ich. Wo man hinsieht - Wut, Frust und Ärger. Aber machen tut keiner was. Auf einem wird eingedroschen mit Werbung für Dinge, die man sich eh nie leisten kann, und sogar in der Schule wird man mit Leistungsdruck und Selektion überhäuft. Unter dem Vorwand einer sogenannten "globalisierten Welt" hat sich eine Friss- oder Stirb-Mentalität eingebürgert. Deshalb ist es nunmal leichter, dieser unerträglichen Daseinsmisere in einer Webwelt zu entfliehen, sich dem Komasaufen hinzugeben, sich den Schmerz wegzuritzen, ihn in Drogen zu ertränken oder ihn mittels Gewalt an anderen auszulassen. Auch in der Literatur taucht man heute lieber in die Scheinwelt Harry Potters ab, weil einem die eigene zu sinnlos und unerfüllt vorkommt.

Dann kommen da ein paar hohe Tiere wie Politiker und faseln irgendwas von Werteverfall. Und man versucht mit noch mehr Druck und Disziplin auf den Schultern der Kinder für eine bessere Welt zu sorgen, obwohl diese erstmal genügend damit beschäftigt sind, ihren eigenen Hormonhaushalt unter Kontrolle zu bringen.

Daher ist die sogenannte Normalität nichts weiter als ein Versuch, sein unerfülltes Dasein in einem gigantischen Kaufrausch zu ertränken, in dem man immer neueren Kram braucht um sich glücklich zu fühlen. Dabei werden diese Dinge einem immer schneller langweilig ...

Kommentare:

  1. bitte wie, was??
    in den meisten punkten, oben von dir genannt,
    habe ich so ziemlich die gleiche meinung.
    nach meinen überlegungen denk ich du hast ja recht. wie du das alles aber jetzt irgendwie gemischt hast fand ich doch schon komisch.aber das sie alle nur dahin vegetieren, nicht das leben so auskosten wie es wahrscheinlich ``normal´´ ist, ist richtig
    aber du hast mir das ganze ein klein wenig zu negativ betrachtet. alles ist nur so normal und richtig wie ein jeder es für sich normal und richtig hält. oder genau so sollte es sein.sich von nichts einfach führen lassen und kaum noch eine eigene meinung haben, was soll das dieses ganze mit dem strom schwimmenfick ist schon traurig und man sollte
    nein wir müssten was dagegen tun,aber der mensch ist ein scheiss herdentier, und bis das denken von diesen mitläufern sich in die richtige richtung neigt dauert es leider eine weile. dazu sind ja die meisten noch lange nicht bereit. ich wahrscheinlich auch nicht aber scheiss drauf, trotzdem lebe ich.
    ich mein ich LEBE!!!!

    und von diesen sogenannten höhen und tiefen(auch wenn die tiefen öfters und länger sind, da bin ich mir ganz sicher)
    hauen die höhen doch alles wieder raus, oder?!
    wann leben wir denn? gestern, morgen oder jetzt, genau jetzt gerade, als ich den text geschrieben hab und und genau jetzt als du in liest.
    keygpt

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  2. es is alles zufaellig entstanden
    die erwartung es koennte gut funktionieren is absurd
    aber schade um die gefuehlte moeglichkeit jaja

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