Dienstag, 6. Januar 2009

Multiple Realität II

Ich muss nochmal auf die "multiple Realitäten"-Sache zurückkommen. Wie ich bereits beschrieben hatte, es gibt eine komplette Realität für jede einzelne Möglichkeit. Alles, was geschehen kann, geschieht tatsächlich. Das Universum trifft keine Entscheidungen. Stattdessen teilt es sich. Also alles ist wahr, zu selben Zeit, nur an anderen Orten. Oder vielleicht sollte ich besser sagen zur selben Zeit und am selben Ort nur in anderen Dimensionen. Der Beobachter geht davon aus, dass etwas bestimmtes gerade passiert ist und etwas anderes nicht. Aber in Wahrheit hat er sich in zwei Ichs gespalten, und jedes sieht eine kontinuierliche, zusammenhängende Realität, ohne sich der Tatsache bewusst zu sein, dass es noch eine andere Realität gibt.

Mir wurde wieder mal gesagt das sei Phantasterei und ich könne das nicht beweisen. Richtig, beweisen kann ich das alles nicht, aber es stimmt, weil ich es mir selbst bewiesen habe. Ich glaube gar nicht, dass ich die einzige bin, die in solche Gedanken gerät. Wahrscheinlich
passiert das einer ganzen Menge von Leuten immer wieder, aber niemand erkennt, was es ist, oder wir verdrängen es oder bezeichnen es als Traum oder Geisteskrankheit.

Unsere bewusste Wahrnehmung hat Grenzen, sie muss welche haben. Wir könnten nie etwas verstehen, wenn wir nicht in der Lage wären, eine ganze Menge an Geräuschen
wegzufiltern und uns auf das zu konzentrieren, was wir als "die Botschaft" erachten. Vielleicht ist es eine Sache von Konventionen und Filterungsprozessen, dass wir nicht in der Lage sind uns an die Zukunft zu erinnern, so wie wir uns an die Vergangenheit erinnern. Aber wenn wir uns in einem anderen Zustand befinden (hypnotisiert, unter Drogen oder träumend) ist unsere Wahrnehmung vielleicht nicht denselben Einschränkungen unterworfen, vielleicht können wir dann mehr erkennen. Wir sind nicht an diese Grenzen gebunden und können uns anderer Realitäten bewusst werden. Wenn Menschen eine Verbindung zu ihrem anderen Ich haben, interpretieren sie das dann eben ganz unterschiedlich.

Wie jeder weiß, kann man menschliche Intelligenz von der künstlichen Unterscheiden. Maschinen können deshalb nicht denken,
weil es alternative Universen gibt. Diese bereits erwähnten Universen existieren zwar getrennt voneinander und wir sind uns ihrer nicht bewusst, wir können sie aber trotzdem kennen, weil wir in der Lage sind, sie uns vorzustellen. Das menschliche Bewusstsein stellt sie Verbindung dar, weil es gleichzeitig in allen erdenklichen Welten existiert. Es gibt alle möglichen Arten von Barrieren, die verhindern, dass wir uns mehr als einer Existenz bewusst werden, aber manchmal passiert es, und nicht nur denen, die von engstirnigen Zeitgenossen als "verrückt" bezeichnet werden.

Die Quantensprünge des menschlichen Geistes finden dann statt, wenn dieser Geist sich selbst begegnet. Sie sind dann möglich, wenn verschiedene Ich sich alle zur gleichen Zeit mit demselben Gegenstand befassen. Viele Hirne gemeinsam können erreichen, was einem alleine nie gelingen würde.

Vielleicht glaubt ihr ja auch an andere Welten, wie ich. Aber bei euch ist es anders, weil ihr glücklich mit eurem Leben seid. Ihr seid zufrieden damit, andere Möglichkeiten von anderen ich erforschen zu lassen, zufrieden, dass sie anderen Verpflichtungen nachgehen, und es euch ermöglichen, euch ganz eurem ja so furchtbar logischen Intellekt zu widmen.

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