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WHITE NOISE

Making noise since 2008

Wir hatten diese Woche "hohen Besuch" aus Österreich, und dementsprechend auch mal wieder einen Einblick in andere Ernährungs- und Trinkgewohnheiten. Ich war mal wieder schockiert. Mit welcher Leichtfertigkeit und Gleichgültigkeit andere sich selbst vergiften wird mir nie in den Kopf gehen.

Auch wenn mir da bisweilen etwas missionarisches nachgesagt wird, werde ich mir das nie nehmen lassen zumindest zu versuchen, die Leute etwas empfänglicher zu machen für das, was diese für sie so alltäglichen Gifte mit ihnen machen, und da ich eine ernährungsmedizinische Ausbildung habe weiß ich, welche Auswirkungen das haben kann. Auch solche, die man als Laie erstmal überhaupt nicht mit Ernährung oder gar Getränken in Verbindung bringt.

Der Hauptschädling, der nicht nur am meisten konsumiert wird, sondern auch am meisten Schaden anrichtet, ist ganz sicher Cola. Das zweitmeist erkannte Wort der Welt nach "hallo" und mit Abstand die wertvollste Marke der Weltgeschichte. Die Schäden, die es dem menschlichen Körper und Stoffwechsel zufügt sind immens, der Säuregrad kommt in etwa Batteriesäure gleich (reines Wasser: 7, Batteriesäure: 1, Cola: 2,5). Cola ist als Reinigungsmittel teilweise besser als die teuren Haushaltsreiniger von denen dann 10 verschiedene im Schrank stehen. In Entwicklungsländern ist Cola nicht selten günstiger als sauberes Wasser.

Der "wichtige", also aktive Inhaltsstoff in Coca Cola ist Orthophosphorsäure. Die Zisternen, mit denen diese Chemikalie transportiert wird, müssen spezielle Reservoirs besitzen, die für den Transport von stark ätzenden Materialien konzipiert wurden.

Damit nicht genug - die Firmenpropaganda geht soweit, den Konsumenten, inzwischen ganzen Nationen, einzutrichtern, sie seien ein "grünes Unternehmen", während sie für Wasserknappheit, Krankheiten und Umweltverschmutzung verantwortlich sind.

Coca Cola - Langzeitfolgen und Risiken

Dass tägliche Cola-Trinker ein um 48 % erhöhtes Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte haben wissen bereits viele (auch wenn sie es wohl nicht wahrhaben). Inzwischen weiß man durch eine Studie der Fachzeitschrift Respirology aber auch, dass es auch mit Lungen- und Atemstörungen in Verbindung gebracht wird, inklusive chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) und Asthma.

Aber klar, "Risiko" wird meist übersetzt mit "passiert mir eh nicht" und "kann sein, muss aber nicht." Das stimmt. Allerdings gibt es auch Folgen, die direkt und sofort nach dem ersten Glas im Körper stattfinden. Kalziumschwund in den Knochen beispielsweise, ausgelöst durch die Karbonisierung. Diese reizt den Magen und zwingt ihn sich selbst zu heilen. Die einzige Möglichkeit, die er dazu hat, ist einen Säureblocker hinzuzufügen: Kalzium. Dieses wird zunächst aus dem Blut bezogen. Um diesen Mangel wieder auszugleichen, füllt der Körper mit Nachschub aus den Knochen auf, da sonst Muskel- und Gehirnfunktionen schwer beeinträchtigt wären. Hinzu kommt noch die in Cola enthaltene Phosphorsäure, die ebenfalls den Kalziumvorrat im Körper verringert. So werden mit jedem Glas Cola die Knochen weicher, schwächer und brüchiger.

So, Herz-/Kreislauf, Gehirn, Lunge, Knochen ... sonst noch was? 

Leider ja. Der Genuss von Cola (und generell ähnlicher Erfrischungsgetränke) ist auch ein großer Risikofaktor für Krebs. Insbesondere Speiseröhrenkrebs, der bis vor wenigen Generationen noch extrem selten war, aber mittlerweile weit verbreitet ist und quasi vollständig auf diese Getränke zurückzuführen ist. Warum ist das so? 

Einer der größten Risikofaktoren, die die Entstehung von Krebs begünstigen, ist die mechanische Beschädigung von Zellen. Cola und ähnliche Getränke tun dies durch das Sodbrennen, das sie verursachen. Dieser Säurereflux (Rückfluss von Magensäure) findet immer dann statt, wenn ein gashaltiges Getränk zu sich genommen wird. Bei jedem Aufstoßen gelangt Säure in die Speiseröhre, was bei dem Ausmaß des Konsums ein Pensum erreicht hat, das jeden gefährlichen Punkt bereits überschritten hat. Was tut die Magensäure in der Speiseröhre? Das was sie immer tut und wozu sie da ist: sie löst Gewebe auf. Und da die schützende Magenschleimhaut sich nicht bis in die Speiseröhre ausdehnt, resultiert dies zusammen mit einem viel höheren Vorkommen an freien Radikalen zu einem drastischen Anstieg von Zellmutationen - und damit Krebs. 

Achso, nicht zu vergessen, dass der hohe Zucker.- und Säuregehalt auch die Zähne stark angreift und ausreicht um den kompletten Zahnschmelz zu entfernen, was sie noch anfälliger für Schädigungen macht.

Na dann trinken wir doch zuckerfrei! Oder besser doch nicht?

Ein kurzer Blick auf die Inhaltsstoffe der Cola Light Variante:

  • E150D: Farbstoff, der durch die Verarbeitung von Zucker unter Zusatz von Ammoniumsulfat gewonnen wird.
  • E951: Aspartam. Schon 5-10 ml können unumkehrbare Blindkeit und die Zerstörung des Sehnervs verursachen. Wird in warmen Getränken zu Formaldehyd umgewandelt - starker Krebserreger. Mögliche Folgen von Aspartam: Kopfschmerzen, Benommenheit/Bewusstlosigkeit, Abgeschlagenheit und chronische Müdigkeit, Ängstlichkeit und Niedergeschlagenheit, Herzklopfen, Reizbarkeit, verschwommenes Sehen, Übelkeit, Gedächtnisverlust, Gewichtszunahme, Gelenkschmerzen, Hörverlust, Unfruchtbarkeit, Gehirntumore, MS, Epilepsie, Demenz, Diabetes .... Aspartam wurde durch diese ganzen Risiken zunächst illegal, später aber unter dubiosen Umständen wieder legalisiert. 
  • E952: Natriumcyclamat, synthetische Chemikalie, 200 x süßer als Zucker. Wurde 1969 in den USA verboten, weil sie bei Ratten Krebs verursachte.
  • E950: Acesulfamkalium, 200 x süßer als Zucker. Erschwert die Funktionen des Herz-/Kreislaufsystems. Beinhaltet Asparaginsäure - führt im Laufe der Zeit zu Abhängigkeit.
  • E338: Orthophosphorsäure. Außer den oben genannten Folgen kann es eine Reizung von Haut und Augen hervorrufen. Wird z.B. bei der Produktion von Ammoniak, Holzkohle, Düngemitteln, synthetischen Reinigungsmitteln oder in der Ölindustrie benutzt. Schwächt enorm die Knochen. Weitere Nebenwirkungen sind Hautausschläge und Durst (ha.)
  • E330: Zitronensäure - Konservierungsstoff. Verwendung weit verbreitet. 
  • E211: Natriumbenzoat.  Kann beträchtliche Schäden an der DNA verursachen. Kann zu degenerativen Krankheiten wie Parkinson führen.
  • Aromen - unbekannte Zusatzstoffe. (hört hört.)

Also nicht falsch verstehen, jeder sollte sich ab und zu mal was gönnen dürfen was ungesund ist, und letztendlich muss das jeder für sich selbst wissen. Aber das Problem ist ja gerade, dass viele es einfach NICHT wissen, welchen Cocktail sie da zu sich nehmen. Wer das weiß und es dennoch literweise zu sich nimmt, der darf sich dann halt nicht beschweren.







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Also dass einem beim Einkaufen selbst in gängigen Supermärkten immer öfter "vegane" Labels entgegenblinken, das dürfte auch dem letzten nicht entgangen sein. Aber ist euch auch schonmal aufgefallen, dass es sich immer öfter um Produkte handelt, die diese Bezeichnung gar nicht bräuchten, weil sie einfach schon immer oder von Natur aus vegan waren? Vegan ist endgültig "im Trend", und wo Trends sind lässt sich Kohle scheffeln. Insgesamt werden nun schon 13 % aller Lebensmittel als "vegan" gekennzeichnet.

Also nicht falsch verstehen, auch ich befürworte es wenn der Einkauf vereinfacht wird und Produkte klar gekennzeichnet sind als das was sie sind (Wein z.B. ist ja oft nicht vegan, oder manche Säfte). Aber irgendwo muss man doch mal halblang machen. Es gibt mittlerweile so viele Artikel, die die Bezeichnung einfach nicht brauchen und nur als werbewirksamen Headliner führen um sie teurer zu machen. Und die Leute kaufens auch noch. Vegane Labels sind Verkaufsargumente, und werden klar lieber einmal zu viel als einmal zu wenig aufgedruckt, aus Angst es könne den Gewinn schmälern.

Besonders deplatziert finde ich es beim Analogkäse. Früher konnte man den in großen Mengen günstig kaufen, war vielleicht nichts für die Amsterdamer Käseplatte, aber zum Überbacken z.B. war er super. Dann war er irgendwann plötzlich Teil des "Skandals", wie man nur falschen Käse auf die Pizza packen kann. Plötzlich wollte kein Mensch mehr Analogkäse. Jetzt blechen sie gern mal 8 € dafür, weil "vegan" draufsteht. Genauso sinnfrei ist die Kennzeichnung z.B. bei Mehl oder getrockneten Hülsenfrüchten oder "veganem Brot". Ich glaube wir sind nicht mehr weit entfernt von veganen Tomaten und Kartoffeln.





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Schonmal jemandem aufgefallen ...


 dass der Dalai Lama scheinbar ein Interview über Flüchtlinge in Deutschland gegeben hat? Hat sich jemand mal die Mühe gemacht und es gelesen? Nein?

Dann hier die große Überraschung: Von den 17 ihm gestellten Fragen befassten sich genau .... eine mit der Flüchtlingskrise. Die anderen, hochinteressanten Sachen, werden dank einseitiger Berichterstattung in sämtlichen Medien völlig in den Hintergrund gedrängt. Man WILL uns dieses Thema mit Gewalt aufzwingen wo es nur geht, wozu? Auch interessant ist die die Umdeutung vieler seines Satzes  "Deutschland kann kein arabisches Land werden." in "Deutschland darf kein arabisches Land werden." Na, wer merkt den Unterschied?

Um ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen, hier einmal ein paar andere Aussagen des Dalai Lama in dem Interview, die ebenso interessant für die Berichterstattung wären:

  • Er lebt seit über 57 Jahren in der Freiheit Indiens. Eine Rückkehr nach China wäre für ihn zwar vorstellbar, aber solange er das Gefühl hat in Indien mehr zu bewirken, wird er dort bleiben und möchte auch dort sterben. Dabei hat er nicht das Gefühl, die Tibeter im Stich zu lassen, im Gegenteil, diese Ansicht sieht er als feudalistisches Gedankengut.
  • Er könnte eventuell der letzte Dalai Lama sein, und kann damit auch absolut leben, wenn diese Institution abgeschafft wird. Die Entscheidung dazu liegt allein beim tibetischen Volk.
  • Im Jahr 2001 hat er bereits einen Teil der politischen Führung abgegeben, die ein Dalai Lama traditionell als weltlicher und spiritueller Führer hat. 2011 schließlich ist er von sämtlichen politischen Aufgaben zurückgetreten und hat seine weltliche Führung freudig und mit Stolz abgegeben. 
  • Dennoch befürchtet er, dass die Tibeter ohne seine Führung teilweise zu Gewalt greifen könnten.
  • Die Äußerungen des Dalai Lama zum Thema Reinkarnation werden von der chinesischen Regierung als Blasphemie bezeichnet, obwohl es das größte buddhistische Land der Welt ist.
  • Der ältere Bruder des Dalai Lama hatte Verbindungen zur CIA und war der maßgebliche Drahtzieher zur Ausbildung einiger Tibeter für den bewaffneten Widerstand und die Bildung einer Art Guerilla-Organisation. Hiervon distanziert er sich jedoch.
  • Für ihn gibt es aber durchaus Situationen, in denen Gewalt gerechtfertigt ist. Er würde beispielsweise die Sünde des Mordes in Kauf nehmen, wenn er mit einem Mord 499 andere Personen vor dem Tod bewahren könnte.
  • George W. Bush war ein guter Freund des Dalai Lama, und hatte in seinen Augen tatsächlich nur das Ziel, Demokratie in den Irak zu bringen und eine Person zu eliminieren. Dass er jedoch dabei die falschen Mittel wählte, das erkennt auch sein "guter Freund" an.

Wer sich noch weiter dafür interessiert, was der Dalai Lama aus erster Hand berichtet, dem kann ich ein Buch aus meinem Regal empfehlen. "Das Buch der Menschlichkeit: Eine neue Ethik für unsere Zeit" ist ein Leitfaden, mit dem man lernt, jeden Tag sein Leben etwas glücklicher zu gestalten. Hier erklärt der Dalai Lama quasi in einfachen Worten (auch für eher "kopflastige", nicht nur für Abgehobene und Esoteriker) worum es ihm geht, ohne dabei zu religiösen Heilslehren zu greifen. Er appelliert stattdessen an das logische Denken und die Vernunft des Lesers.






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Und zum Schluss, weil die hier uns schon wieder besucht hat und ich die so putzig finde, möchte ich die auch noch hier verewigen ;)




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