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WHITE NOISE

Making noise since 2008

Aus gegebenem Anlass muss ich sagen, dass ich von einigen sehr enttäuscht bin, mit denen ich ursprünglich fest gerechnet hatte. Ich möchte niemanden an die Wand stellen, daher weder Namen noch Links ... aber sollte sich jemand angesprochen fühlen: Du bist nicht der einzige. Es geht um ein paar Mitglieder der Piratenpartei, die bis dato händeringend um die Gunst ihrer Partei geworben haben und nun damit auffallen, dass sie dazu aufrufen, doch bloß jemand anderen zu wählen. (Wohlgemerkt, keine Piratengegner, sondern aktive Mitglieder).

Ich möchte einmal ein paar Punkte aufgreifen, die von diesen Piraten als Gründe angeführt werden, warum sie ihre eigene Partei nicht wählen und warum das auch kein anderer tun soll. Das könnte ein längerer Artikel werden.

Ich möchte hier niemanden überzeugen ... mir ist klar, dass ich eure Meinung eh nicht ändern werde. Ich will nur die Gelegenheit nutzen, meine Enttäuschung auszudrücken und dass ich damit definitiv nicht konform gehe.

1. Die Piratenpartei verkommt zum Trend und hat zu viele Mitglieder, die nicht aktiv mitarbeiten, sondern nur um der Coolness Willen in der Partei sind.

Genau diese Leute brauchen wir! Wie viel Prozent der CDU-Wähler glaubt ihr, arbeiten aktiv in der CDU mit? In jeder Partei gibt es Mitläufer und Nichtwisser, und in jeder Partei machen die einen ganz großen Satz an Stimmen aus. Ihr könnt nicht erwarten, nur von denen gewählt zu werden, die ihre ganze Zeit aufopfern und jede Zeile des Wahlprogrammes bis aufs Blut kennen und piraten-versiert sind. Wenn dem so wäre, würdet ihr bis in alle Ewigkeiten klein und einflusslos am Boden rumkrebsen, weil ihr mit diesen "aktiven und versierten"Leuten kein einziges Prozent erreicht. Jetzt nicht - und nicht in vier Jahren. Wenn ihr das erwartet, könntet ihr auch gleich sagen "Es dürfen nur die zur Wahl gehen, die auch Ahnung haben." Ihr wolltet Stimmen - dann beschwert euch jetzt nicht darüber, wenn welche kommen.

2. Der Goßteil der Mitglieder ist zu jung und hat keine Ahnung vom Leben.

Genau diese jungen Leute sind es, die Veränderung wollen und dazu fähig sind, diese auch herbeizuführen! Wollt ihr wirklich, dass in der Piratenpartei größtenteils dicke, alte Säcke mit Maßkrügen rumhocken, die zwar 50 Jahre Lebenserfahrung aber nicht mal den Elan mitbringen, einmal täglich ihre Emails abzurufen? Also wenn ich jung bin, habe ich keine Erfahrung. Und wenn ich keine Erfahrung habe, soll ich nicht wählen?! Was spricht dagegen, eine Studenten-Mehrheit zu haben? Welche Erfahrungen fehlen ihnen denn? Aber offenbar holt ihr euch lieber Leute mit Lebenserfahrung und ohne Gehirn, als frischen Nachwuchs, der voller Elan, Aktivismus ist und selbst denken kann. Genau das ist meiner Meinung nach nötig - und genau da kommt die Erfahrung her (und NICHT von 20 Jahren Selbstständigkeit oder Führungsposition im Job!)

3. Die Piraten diskutieren nur theoretisch über Probleme in der Gesellschaft, packen aber praktisch die Probleme nicht an und vergammeln stattdessen vor dem PC.

Kurze Frage: Wie möchtet ihr denn diese Probleme anpacken, ohne politischen Einfluss? Eben. Und wie kommt man an politischen Einfluss? Genau, durch Wähler. Zweite kurze Frage: Wen hast du in den letzten Monaten auf der Straße gesehen? Etwa die CDU mit Fahnen? Die FDP mit Schildern und Parolen? Oder gar eine andere der Parteien? Nein, die PIRATEN! Wie viele Aktionen gab es allein in der Frankfurter Innenstadt. Wie viele Demos. Wie viele Infostände.

4. Die Piraten sind total desorganisiert und alles findet im Chaos statt.

Wir sind eine junge Partei und haben einen unglaublich plötzlichen Hype erfahren. Keiner hätte in dieser kurzen Zeit eine Ordnung und Organisation wie in anderen Parteien hinbekommen. Erinnert euch an die Grünen! Waren die etwa organisiert am Anfang? Also das als Argument anzuführen, eine Partei nicht zu wählen, finde ich absurd. Klar, Organisation ist wichtig. Aber die wird sich entwickeln wie bei allen anderen auch. Wer halt von heute auf morgen Perfektion erwartet muss eben seine Ansprüche runterschrauben.

5. Viele Piraten fallen durch ihr Verhalten negativ auf, obwohl sie Repräsentanten der Partei sind.

Besser durch ein paar blöde Kommentare o.ä. auffallen, als durch Dienstwagenaffären, Spendenaffären und Korruption - oder? Es wird IMMER schwarze Schafe geben, die meinen, sich unnötig wichtigmachen zu müssen. Aber was die machen ist Kinderkram, der keinen normal denkenden Menschen davon abbringen wird, die Ziele der Partei infragezustellen. Im Gegenteil - genau dafür stehen wir doch. Demokratie und Meinungsfreiheit ohne Grenzen. OHNE Grenzen. Und ganz davon abgesehen ... macht es einen besseren Eindruck, als Repräsentant der Partei laut du deklarieren, dass man die eigene Partei nicht wählt und auch andere das nicht tun sollten? Also wenn ich Sympathisant wäre würde ich mir JETZT ganz sicher nicht mehr überlegen, beizutreten.

Wie schon gesagt, das soll weder als persönliche Anfeindung gegen irgendjemanden verstanden werden, noch möchte ich irgendwas in den Dreck ziehen. Ich bin nach wie vor überzeugt von meiner Partei und deren Potential für die Zukunft und ICH stehe dazu, dass ich mein Kreuz der Piratenpartei gegeben habe. Es bringt nichts, immer nur von "ändern" zu quaken, allen vorzuwerfen, dass alles nur "theoretisch" stattfindet, und dann aber selbst den gleichen Quark wie eh und je zu wählen. Irgendwo muss man anfangen.

Ich verstehe wirklich nicht, wie man bis vor einer Woche noch Wahlkampf machen kann und von heute auf morgen so seine Meinung ändern kann. Oben genannte Punkte waren vor Monaten und Wochen bereits dieselben, und dass die sich innerhalb von 2 Wochen nicht ändern, müsste jedem klar sein. Warum also erst Energie in Überzeugung, Wähler, Mitglieder stecken um dann kurz vorher alle wieder abzuwerben und den Schwanz einzuziehen?
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Viele unterschiedliche Stimmen werden laut, wenn es um die künftige Steuerpolitik in der nächsten Legislaturperiode geht. Die Union profiliert sich wie immer mit Versprechungen, denen sie de facto niemals gerecht werden kann. Merkel hatte angekündigt, dass es mit ihr definitiv nur Steuerentlastungen geben werde und keine Erhöhung der Mehrwertsteuer, wie zunächst Gerüchte besagten. Insgesamt sollen Steuererleichterungen in Höhe von 15 Milliarden Euro her, unter anderem durch einen auf 8004 € erhöhten Kinderfreibetrag, einen Eingangssteuersatz von 12 % und einen arbeitnehmerfreundlicheren Steuer-Tarifverlauf. Jedoch angesichts der Rekordverschuldung ist dies ein klarer Wahlbetrug, der den Wählern bewusst und geplant aufgetischt wird, um noch einmal an die Macht zu kommen und dort auch zu bleiben.

Immerhin ist die Steuerfrage laut Umfragen das wichtigste Kriterium für die Wahlentscheidung (für ganze 62 %). 88% erwarten Steuererhöhungen - da ist es doch ein leichtes, denen einfach über die BILD mitteilen zu lassen, dass nichts erhöht wird, und schon hat man seine Wählerstimmen sicher.

Auch die FDP unterstützt die angeblichen, utopischen Steuerpläne der Union, und setzen es u.a. als Bedingung für eine mögliche Regierungskoalition nach der Wahl. Ein genaues Datum für diese Senkungen gibt die Union allerdings nicht an. Ebenfalls weigert man sich, das Ausschliessen einer Erhöhung der Mehrwertsteuer deutlich mit ins Programm zu schreiben und zu fixieren. Klar - man will risikolos spielen.

Doch die Äußerungen des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Oettinger und Sachsen-Anhalts Regierungschef Böhmer sprechen eine andere Sprache. Diese waren auch der Ursprung für die entbranne Steuerdebatte, da beide definitiv von Erhöhungen sprachen. Böhmer dazu:

"Ich habe gegen höhere Steuersätze nichts einzuwenden. Wenn sie wie Manager von DAX- Unternehmen oder Fußballspieler ohne persönliches Risiko erhebliche Einkünfte erzielen, spricht nichts gegen eine höhere Belastung."


Nebenbei sei noch angemerkt, dass bei der Verabschiedung des Wahlprogrammes nur wenige der Ministerpräsidenten beim Treffen erschienen sind. Exakt Horst Seehofer, Roland Koch und Dieter Althaus erschienen. Drei von Elf. Erniedrigende Bilanz, oder? War der Politik das Enthaltungsdebakel beim Zugangserschwerungsgesetz nicht peinlich genug, oder wie darf man das verstehen? Wofür werden die eigentlich bezahlt? Fürs vor der Kamera Händeschütteln?

Zum Schluss noch ein paar Zitate zu dem Thema:

Merkel:
"Jede Diskussion über die Mehrwertsteuer ist schädlich für die Konjunktur. Mit mir wird es in der nächsten Legislaturperiode keine Erhöhung der Mehrwertsteuer geben, weder des vollen noch des reduzierten Mehrwertsteuersatzes."

Seehofer:
Steuererhöhungen seien "Gift für die Wirtschaft und kommen nicht infrage".

Westerwelle:
"Ich unterschreibe einen Koalitionsvertrag nur, wenn darin ein faires, leistungsgerechtes Steuersystem vereinbart worden ist."

Ja. Und niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten.
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Für alle vehementen Verfechter der Unions-Politik habe ich hier einen kleinen Beitrag verfasst, der auch dem letzten klar zeigen müsste, dass die die Union alles andere als demokratisch ist.

Das rechtswidrige Wahlprogramm der CDU


Ihr Wahlprogramm ist in keinster Weise mit Menschen- und Grundrechten vereinbar. Unter anderem möchten sie Gesetze beschliessen, die vom Europaparlament und dem obersten Verfassungsgericht in Frankreich bereits aufgrund ihrer Menschenrechtwidrigkeit abgelehnt wurden. Wollt ihr euch wirklich daran mitschuldig machen indem ihr diese Partei wählt?
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Es gibt ein tolles neues Aktionsvideo der Piraten ... einfach anschauen und handeln. Ohne Worte ...


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Nur zwei Wochen hat die Dame gebraucht, nachdem sie von den Freien Wählern boykottiert worden war, ihre eigene Partei auf die Beine zu stellen. Zur heutigen Gründungsveranstaltung waren ca. 400 Menschen in München erschienen, wobei aber noch nicht klar ist, wie viele davon tatsächlich Mitglied wurden. Außerdem kündigte Pauli an, selbst als Parteovorsitzende zu kandidieren.

Teile ihres vorgestellten 6-seitigen Parteigrogrammes waren unter anderem, eine Forderung der Direktwahl von Bundeskanzler und Ministerpräsident, eine bundesweite "Abstimmung" über das Grundgesetz und ein neues Überdenken des Zuschnittes der Bundesländer. Zudem will sie die Landtage mit Teilzeitpolitikern besetzen. Eine weitere Revolution möchte sie in der Organisation der Ehe vornehmen. Man solle nicht mehr gegenseitig an solch umfangreiche rechtliche Verpflichtungen gebunden sein und diese stattdessen bei der Hochzeit selbst vertraglich regeln. Daneben enthielt das Programm Kritik am Bildungs- und Gesundheitssystem.
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Es gibt neues vom Piratenschiff - für alle, die Dank Mainstream-Berichterstattung (Hallo Mama) noch nichts davon mitbekommen haben. Eine der kompetentesten und erfahrensten Politiker im Bereich Bildung und neue Medien ist vom Wrack der Spd auf die Yacht der Piraten geklettert. Natürlich konzentriert man sich in der Allgemeinheit auf das laufende Verfahren gegen Tauss wegen Besitz kinderpornografischen Materials, da er dummerweise selbst Recherche betrieben hat und dafür seinen Privatpc genutzt hat. Fragt eigentlich jemand danach, woher Frau von der Leyen und Herr Zierke ihre Kinderpornos hatten, die sie in einer Versammlung vorgeführt haben und aufgrund deren ebenfalls ein Verfahren eingeleitet worden war? Kann ich nun auch zum BKA gehen und sagen: "Ey, ich hab da sone Veranstaltung, wo ich das Leid der Kinder demonstrieren will. Kannste mal paar Kinderpornos rüberschmeissen?"

Die Piraten selbst sagen in einer Pressemeldung diesbezüglich:

Wir PIRATEN sind nicht diejenigen, die sich als Schauplatz der
Auseinandersetzung um Bürgerrechte im Internet den Rücken missbrauchter
Kinder ausgesucht haben, sondern dies hat die CDU getan und die SPD ist
ihr am Nasenring gefolgt.

Wir begrüßen jeden aufrechten Demokraten im gemeinsamen Kampf für
Bürgerrechte und gegen den Überwachungsstaat. Willkommen Pirat Tauss!



Nachdem Herr Tauss' Übertritt zur Piratenpartei einfach von der Tagesschau übergangen wurde und im Audiobeitrag mit erschreckender Nüchternheit im vorletzten Satz erwähnt wurde, nehmen sich wenigstens andere etablierte Medien dieser Information an, wie die BILDzeitung, die Tauss allerdings eher (wie zu erwarten) mit negativer Kritik belastete, was diesen aber nicht im geringsten stört. So seine Antwort auf den Artikel bei bild.de:

Heute hat mich BILD einmal mehr mit freundlichen Worten bedacht.
Nachstehend mein spontaner Dank an Autor Müller- Vogg:

Lieber Herr Müller- Vogg, Kompliment: Selten hat ein Gesichtsfoto besser
zum Kommentar gepasst ;- ) Ungeachtet der Tatsache, dass ich nicht
wirklich jemand gehen sah und Thomas Oppermann nicht spontan, sondern in der Diskussion, das Wort ergriff, bedanke ich mich sehr. Seit Verbreitung des Links auf BILD.de ist die Zahl meiner Follower bei twitter auf über 1.800 angewachsen. Darf ich nach der Bundestagsdebatte für morgen höflich um Wiederholung bitten? Das ist doch das Schöne am Internet. Die Meinungsmacht Ihres Blattes bröselt und es lassen sich gegen PR- Wahlgesetze, die einen Missbrauch des Missbrauchs von Kindern bedeuten, plötzlich 134000 Störenfriede und "ausgerechnet" Tauss mobilisieren. Kein Wunder, dass Sie am Aufbau von Zensur- Infrastrukturen interessiert sind. Die schlechte Nachricht: Wir holen uns das Netz zurück ;- )

Herzliche Grüsse
Jörg Tauss
Habe dem nichts hinzuzufügen.
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Gabi Pauli macht sich nun also selbstständig und versucht sich an einer eigenen Partei, mit der sie dann auch gleich zur Bundestagswahl antreten will. Meine Güte .. diese Frau geht aber auch auf Wanderschaft ... erst Union ... dann Freie Wähler ... und nun solls der Mix "Freie Union" tun.

Die Rebellin will sich mit der Partei für "wahre Werte" wie Frieden, Liebe und Geduld einsetzen. Welche politischen Ziele damit verbunden wären bleibt sie uns zunächst schuldig. Sie betont allerdings auch selbst, dass es erst mal um ein Grundkonzept gehe und nicht um ein ausführliches, politisches Konzept mit Lösungsvorschlägen.

"Diese Partei soll Bürger zusammenfassen, die im Vordergrund sehen, dass wir Werte auch leben und nicht auf Positionen schauen", betonte sie.

Es ginge den etablierten Parteien nur um Macht und Positionen, weshalb die Menschen aufstehen müssten und sagen "Wir Bürger können es."

Ihr Verständnis von der Freien Union: "Wir sind zwar Partei, leben aber nicht die Machtstrukturen von Parteien." In dem Papier schreibt sie weiter: "Jeder Mensch hat alle Kraft und Macht in sich, er muss seine Stärke nicht durch Äußerlichkeiten herbeiführen."

Paulis Grundlagenpapier beginnt mit den Worten: "Man stelle sich eine Welt vor, die die Menschen unterstützt, sie selbst zu sein!"

Auf der Website von Gabriele Pauli kann man sich ausführlich über das Programm informieren. Schade, dass Frau Pauli bisher mit so negativer Medienkritik belastet ist, denn in den Grundzügen hat sie sich ein bemerkenswertes Programm vorgenommen. (Auch wenn ich keinerlei Anstalten machen werde, meinen Piraten abtrünnig zu werden ;))

Es ist schwer zu beurteilen, ob dies wieder nur eine Aktion Frau Paulis ist, um die Aufmerksamkeit der Medien zu erhaschen, oder ob die Belange des kleinen Bürgers ihr tatsächlich so am Herzen liegen. Trotz allem würde ich davon absehen, das Konzept und die Aktion allzu vorschnell zu beurteilen und in den Müll zu treten.

Nur ein kleiner Auszug aus ihren Forderungen:

  • den Bundesländern die Verantwortung für Schulpolitik nehmen, da sie es irre findet, dass jedes Bundesland in dieser Angelegenheit ihr eigenes Süppchen kocht
  • Ehegattensplitting abschaffen
  • Vereinfachung des Steuersystems
  • mehr direkte Demokratie etwa durch Direktwahl von Ministerpräsidenten und Bundeskanzler

"Wir brauchen für die Wahl sehr schnell organisatorische Voraussetzungen", sagte sie. Es gebe sehr viele, die interessiert seien, mitzumachen: "Jeden Tag kommen Hunderte von Zuschriften und Anfragen."

Diesen Sonntag findet im Hofbräukeller in München die Gründungsveranstaltung der Partei statt. Sie ist offen, jeder Interessent kann teilnehmen.

Ich bin gespannt, wie sich diese Aktion noch bis zur Wahl im September entwickelt.
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Eigentlich war es ja klar. Aber es ist ja immer was anderes einerseits Dinge zu erwarten und andererseits zu sehen, wie sie sie tatsächlich passieren. Mit 389 Ja-Stimmen und 128 Nein-Stimmen wurde heute öffentlich die Zensur wieder eingeführt. (Näheres bei abgeordnetenwatch.de)

Damit wird nicht nur der Artikel 5, ein paar weitere Paragraphen des Grundgesetzes, zahlreiche Demonstranten, Bürgerinitiativen, unzählige Blogger und die stärkste Petition seit Bestehen der Bundesrepublik mit 134.000 Mitzeichnern völlig ignoriert und übergangen, sondern auch ein Grundpfeiler der Demokratie ausser Kraft gesetzt: Die Gewaltenteilung. Nun kann das BKA walten, wie es will, ohne richterliche Kontrolle.

18.06.2009 - Das offizielle Ende der Demokratie.

Nun sind die Deutschen noch nie große Rebellen gewesen. Daher kann ich nur einen Apell an alle richten, denen Grundrechte wie Freiheit noch wichtig sind. Ich bitte euch:

Lasst euch das nicht gefallen! Lasst es nicht mit euch machen! Steht auf! Wehrt euch! Egal wie ... tut was! Verfolgen wir auch noch so unterschiedliche Ziele im Einzelnen - wenn wir einmal zusammen müssen dann ist es jetzt. Wir müssen ihnen zeigen, dass wir uns nicht unsere Rechte nehmen lassen!

Lasst Sie eure Stimmen hören! Die Aktion von MOGIS "Gib deiner Stimme in Gesicht" oder der Wake-Up-Call (gleiche Seite) sind nur zwei von zahlreichen Möglichkeiten aktiv zu werden. Verbreitet Infos überall im Netz. Hängt Plakate auf. Betreibt Mund-zu-Mund-Propaganda.

Einzige Hoffnung ist nun eine Verfassungsklage. Diese Prozedur kann aber Jahre Dauern, daher muss sie im Eilverfahren eingeleitet werden. Die Urheberin der Petition Franziska Heine (die man übrigens erst NACH der Bundestagswahl anhören will) hat genau dies in Betracht gezogen. Franziska ... MACH!

DDR-Reloaded, das Vierte Reich, Neue Volksrepublik China ... wie man es auch nennt. Deutschland ist es nicht mehr.

Zum Schutz der allgemeinen Internetgemeinde hier das Video, wie man in Sekundenschnelle wie DNS-Spresse des Bundestages umgeht.



Wahrscheinlich steht dann morgen das BKA vor meiner Tür und nimmt mich samt meinem PC aufgrund von Verdacht auf Konsum, Verkauf, Besitz und Verführung zu Kinderpornos mit und sperrt mich samt Blog komplett weg. Bitte - dann macht. Ich habe nichts zu verbergen.

Deutschland - tu was!


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Wer durch meine Ausführungen und Links immer noch nicht von der Piratenpartei überzeugt ist oder sich eventuell nicht mehr zurechtfindet, dem sei folgender Artikel der Wirtschaftswoche ans Herz gelegt:

Acht Gründe für die Piratenpartei

Die Ziele der Piratenpartei knapp und prägnant zusammengefasst, nett geschrieben und auf jeden Fall überzeugungsverdächtig.
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Heute habe ich auf der Seite der TAZ einen guten Kommentar zum Steuerkonzept der CDU gelesen. Da ich weitgehend mit dem konform gehe, was der gute Mann schreibt, heute mal was kopiertes:

Blühende Wahlversprechen
KOMMENTAR VON GORDON REPINSKI

Wir, die Vernünftigen - ihr, die Unglaubwürdigen. Nach diesem Motto eröffnet die Union in diesen Tagen den Bundestagswahlkampf. Scheinbar maßgeschneidert ist dafür das Steuerkonzept, ein Teil des Wahlprogramms. Die kalte Progression soll bekämpft und die Steuertarife für die Mittelschicht sollen verringert werden; eine gefühlt kleine Korrektur, die als vernünftige Maßnahme einer glaubwürdigen Partei bei den Wählern ankommen soll. Doch genau das ist es nicht.

Denn eine Begünstigung der Mittelschicht ist die teuerste Steuersenkung - allein der Kampf gegen die kalte Progression würde jährlich Milliarden kosten. Der Union reicht dies nicht mal: Für die Kleinverdiener soll auch noch der Einkommensteuersatz gesenkt und die Mehrwertsteuer für Hotel und Gastronomie verringert werden. Und auch die Großverdiener bekommen ein Stück vom Kuchen: Die Grenze für den Spitzensteuersatz soll angehoben werden. Erstaunliche Versprechungen in einem Jahr, das dem Staat 90 Milliarden Euro Neuverschuldung bringt, die größte Rezession seit Bestehen der Republik und spätestens im Herbst - wahrscheinlich nach der Bundestagswahl - einen sprunghaften Anstieg der Arbeitslosigkeit. Was im nächsten Jahr kommt, weiß keiner, aber ein wirklicher Wirtschaftsaufschwung, der alle Probleme löst, wird es aller Voraussicht nach nicht sein.

Für ihr Steuerkonzept fehlt der Union jede seriöse Idee zur Gegenfinanzierung. Und dabei ist genau dies eigentlich ein Lieblingsvorwurf an die politischen Gegner von links. Allein das Wirtschaftswachstum, eine für CDU und CSU scheinbar verlässliche Größe, soll es richten. Gut hundert Tage vor der Wahl liefert die Union ein Steuerkonzept, das vergangenen unrealistischen Wahlversprechungen ein beispielloses Kapitel hinzufügt. Nur eins ist es nicht: glaubwürdig.

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Dreadlock Stylistin. 7 Katzen. 2 Hunde. 3500 qm Garten.

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