Donnerstag, 12. März 2009

Freitag der dreizehnte (Klappe die zweite)

Dieses Jahr scheint es wirklich in sich zu haben. Gleich drei dreizehnte Freitage, wo soll das enden ...

Spin.de, ein Social Network, das ivw-gelistet ist und zu den größten deutschen Websites gehört, hat eine Umfrage gestartet, an der mehr als 5.500 User teilgenommen haben.

Dass die Deutschen abergläubig sind war mir bewusst ... aber dass wirklich so viele dermaßen Respekt vor diesem Tag haben, hätte ich nicht gedacht. Der Großteil der Befragten würde morgen am liebsten gar nicht vor die Tür gehen. Dabei gehen Mänenr mit der Thematik wesentlich anders um als Frauen. Erschreckend: Nur knappe 6 % (!!!) sehen darin reinen Aberglauben. Also nun fühle ich mich alleingelassen.

Die Mehrheit (32 %) setzt auf Sicherheit und würde am liebsten den gesamten Tag in den eigenen vier Wänden verbringen. Aber eigentlich war es nicht anders zu erwarten. In Zeiten der Wirtschaftskrise und in einem Jahr dreier schwarzer Freitage sehnen sich die deutschen Mitbürger einfach nach Geborgenheit und Sicherheit.

Hier das detaillierte Ergebnis der Umfrage:

Strategien gegen den schwarzen Freitag
1. Zu Hause bleiben 32,0 %
2. Ausblenden 19,3 %
3. Glücksbringer bei sich tragen 12,3 %
4. Tag ist ein Glückstag 7,6 %
5. Reiner Aberglaube 6,3 %

Männer blenden eher aus, Frauen setzen aufs Marzipanschwein.

Die zweithäufigste Strategie zur Angstbewältigung gegen den schwarzen Freitag ist also Ausblenden. Die Menschen setzen auf Alltag. Wie bereits gesagt, besonders die Männer lassen sich nicht beirren und verdrängen die Ängste. Erledigen alles wie gewohnt. Dies trifft auf nur gut 11 % der Frauen zu.

Genau umgekehrt bei der Geschlechterverteilung sieht es beim Gebrauch von Talismanen und Glücksbringern aus, die mit 12,3 % auf Platz 3 landen. Bei Frauen finden diese Hilfsmittel doppelt so oft Gebrauch wie bei Männern. Die Befragten setzen hier auf Amulette, Glücksunterhosen oder streuen Salz über die Schulter.

Viele der Teilnehmer haben sich regelrecht Überlebensstrategien zurechtgelegt. Einige verzichten komplett auf das Auto, stehen mit beiden Füßen gleichzeitig auf oder stellen den Kalender einen Tag nach vorne. Andere gehen noch einen Schritt weiter. Einige Beispiele:


- Einen Talisman selbst basteln
- Das Kalenderblatt aufessen
- Nur Beifahrer sein
- Sich ein Kissen um den Bauch binden
- Möglichst viele Kaminkehrer küssen
- Einen Becher Joghurt auf den Kopf stellen, sich im Kreis drehen und "La Paloma" pfeifen


Nur eine geringe Anzahl gab an, den schlechten Ruf des schwarzen Freitags für reinen Aberglauben zu halten. Das hat mich zugegebenermaßen doch etwas schockiert. Daher kurzfristig eine Planändeurung in meiner Umfragenliste ... das interessiert mich jetzt, ob meine Leser Rationalisten oder Phantasten sind.

Trotz meiner umfassenden Vorurteile und Verurteilungen bitte ich um Ehrlichkeit bei der Teilnahme. Wie oben schon erwähnt, ich kann nicht sehen, wer was gewählt hat.



1 Kommentar:

  1. Ich hatte am 13.2 Hochzeitstag, Freitag der 13 und nix passiert :)
    Wir hatten einen schönen Tag, von Scheidung keine spur:)

    AntwortenLöschen