Freitag, 24. April 2009

Was hat die Schwan euch eigentlich getan?

Immer heftiger wird die Kritik an der Möchtegern-Bundespräsidentin Gesine Schwan, die sich kritisch zur Situation in Deutschland geäußert hat und vor möglichen Unruhen gewarnt hat. Von allen Seiten hagelt es nun Bemerkungen wie diese:

"Die Frau soll lieber in den Umweltschutz oder ins Haarschneidegewerbe gehen, aber gefälligst vom Amt zurücktreten, und schon gar nicht für das Amt der Bundespräsidentin kandidieren." etc.

Aber mal ehrlich ... weshalb so streng mit der Schwanenkönigin? Die angebliche "Panikmache" und das angebliche "Schüren von Ängsten" oder "Aufstacheln" sind nichts weiter als maßlose Übertreibungen ihrer Aussage. Ohne deren Auffassung zu teilen meine ich, dass sie nichts tut, als realistisch zu denken. Die Menschen in Deutschland werden immer unzufriedener, weil das Gefühl der Ungerechtigkeit stetig am Wachsen ist. Wie erklärt man den Menschen, dass der Staat Millionen von Euro an Konjunkturpakete an Banken abgibt, während er für Mindestlöhne keinen Cent geben möchte? Uns wird doch bewusst der Sand in die Augen gestreut, dass unser Blick auf die Wahrheit und unsere eigene Meinung so getrübt ist, dass wir alles akzeptieren und fressen, was man uns hinwirft.

Auch die Kritik Angela Merkels an Frau Schwan finde ich unangemessen hoch. In einem Kommentar zum Thema drittes Konjunkturpaket war heute im Netz zu lesen:

"Was gehen Konjunkturpakete die Schwan überhaupt an? Das ist Sache der Regierung!"

Wenn die Schwan da nichts zu melden hat, wie kann sich dann ein hässliches Entlein erlauben darüber urteilen zu dürfen? Ich habe das Gefühl, da spricht sich einer selbst die Rechte ab. Sollen wir jegliche Entscheidung der Regierung überlassen und alles tolerieren, was geschieht, nur weil die Handelnden das Attribut "Regierung" tragen? Ich nicht.

Unter einem Bild der lachenden Gesine Schwan war zu lesen:

"Mit einem Lächeln in die Krise??"

Was erwartet ihr? Setzen Politiker eine Trauermiene auf, wirft man ihnen vor, zu wenig Optimismus zu verbreiten und die Bürger nicht genug zu motivieren. Blicken sie neutral, spicht man ihnen Gleichgültigkeit zu. Lächeln sie ... ist es auch nicht recht. Immer nur meckern - das können wir. Einen konstruktiven Vorschlag zu Besserung oder einen Aufstand machen können wir nicht.

Und wer nun meint, ich teile die Meinung Schwans, der irrt sich. Ich glaube nicht, dass es Unruhen geben wird. Denn dafür sind wir viel zu feige. Wir haben Angst vor einer tatsächlichen Veränderung, weshalb wir uns gegen jede Meinung stellen, die ansatzweise NICHT der breiten Meinung im Bundestag entspricht.

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