Sonntag, 5. April 2009

--- Tag der positiven Nachrichten ---

Neulich beim Hören der Nachrichten ist mir etwas aufgefallen. In jeder Meldung: Tote, Krise, Tote, Krise, Verletzte, Intrigen, Betrug, Tote. Dass unsere Welt schlecht ist wissen wir alle. Aber was interessiert mich ein Unfall in Sonstwo bei dem Irgendnezahlanmenschen verunglückt ist? Halten wir nicht selbst die Krise aufrecht, indem wir uns in schlechte Meldungen hineinsteigern? Vielleicht ist unsere Welt gar nicht schlecht, sondern wir machen sie dazu.Klar - wenn ich nur schlechtes in den Nachrichten höre, bekomme ich natürlich den Eindruck, dass selbiges vorherrschend ist. Wahrscheinlich würden wir innerhalb weniger Monate in totale Euphorie verfallen, würden plötzlich nur noch positive Nachrichten ausgestrahlt. Doch solche Meldungen sind in der Medienwelt eine aussterbende Spezies.

Und wie ich so dabei war mich über den negativistischen deutschen Journalismus auszulassen kam mir ein weiterer Gedanke. Nämlich dass ich es ja selbst nicht anders tue. Kritisieren, anprangern, Elend verbreiten. Mein Blog sprüht ja geradezu über von negativen Nachrichten und Aggression gegenüber allem und jedem. Die Depressionen werden wie ein Virus in die Menschheit geschleudert und der Nihilismus bläst wie ein Sturm durch die Gesellschaft.

Daher habe ich beschlossen zumindest einen Post ganz und gar einer positiven Berichterstattung zu widmen. Also dann ... lasst uns uns selbst aus der Krise erheben und ein wenig Optimismus verbreiten. Denn so viel schlechtes und so wenig gutes wie uns weisgemacht wird, gibt es nicht.

Denkt vielleicht jemand daran, dass im vergangenen Jahr der Ausstoß des Klimagases Kohlendioxid um zehn Millionen Tonnen gesunken ist? Was bot uns dieses Thema schon für Diskussions- und Tränenstoff ... doch kaum bessert sich etwas, rückt das Thema in den Hintergrund und neue Probleme werden ins Licht gerückt.

In Europa steigt kontinuierlich die Krebsheilungsrate.

New Mexico hat als 15. Bundesstaat in den USA die Todesstrafe abgeschafft.

Die jungen Deutschen werden fleissiger. Die Anzahl der Studierenden stieg vergangenes Jahr um ganze sieben Prozent.

In Thüringen sank die Zahl der Hundebisse.

In Frankreich steigen die Umsätze der Buchhandlungen.

Haribo hat fruchtige Joghurtgums auf den Markt gebracht.

Sind das nicht alles Zeichen für ein Aufstreben der Menschheit? Daher liebe Leute ... lasst für einen Tag das Jammern sein und macht es wie Alfred J. Quak: seid fröhlich! Erhebt euch aus der Krise und lasst die schlechten Gedanken wenigstens heute los. Denn vom Festhalten verschwinden sie nicht.

Wenn wir unsere Gedanken nur einen Tag auf etwas anderes lenken können und unsere resignativ gesenkten Köpfe etwas anheben, haben wir einen ganz kleinen Teil dazu beigetagen, das Seltene - das Gute - hiermit gebührend zu würdigen.

Kommentare:

  1. Ich will mehr positive Nachrichten !!!!!

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  2. Hmmmm eigentlich passt das nicht zu meinem Moralkodex der Pessimistensau ... aber vielleicht lässt sich was machen. Ich denk mal drüber nach.

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  3. hey das find ich cool mit deiner positiven Nachricht. Und ich schalte schon meistens das Radio aus wenn Nachrichten kommen, weil nur noch schreckliche sachen laufen. Allerdings erfreut sich mein Geschi Lehrer darüber nicht das ich keine Nachrichten höre.tja, was willse machen.
    Ich bin für mehr positive Nachrichten. ich Blogge Fotos über den Frühling hier im Sauerland. Das ist auch etwas sehr positives!! :)

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  4. Ich denke nicht das du eine "Pesimistensau" bist. Du schreibst deine Meinung, das ist allemal besser als die Nachrichten wo ständig nur über Tote und Verletzte berichtet wird.
    Und dann... passiert in Deutschland nicht schon genug? Muss ich wirklich auch noch wissen das in China ein Sack Reis umgefallen ist?
    Also BITTE such noch paar fröhliche Nachrichten für uns !!!
    Ganz dickes DANKESCHÖN von mir dafür !

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