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WHITE NOISE

Making noise since 2008

Und wieder mal eine längere Blogpause. Diesmal zum einen familiär bedingt (mein Mann hatte einen schweren Arbeitsunfall und liegt seit Wochen im Krankenhaus) und zum anderen beruflich bedingt.

Als ich da so drüber nachdachte neulich fiel mir auf, dass ich ja hier noch nie davon berichtet habe, was ich eigentlich mache, und da kam mir die Idee das nachzuholen. Bei vielen ist der Job ja irrelevant und halt selten etwas mit der Persönlichkeit des Menschen zu tun - das ist bei mir ein wenig anders.

Vorab - ich komme eigentlich aus einer ganz anderen Ecke. Ursprünglich tendierend zum Journalismus, bin ich zu Beginn beim Werbetexten, SEO und Affiliate Marketing gelandet. Das habe ich auch viele Jahre erfolgreich gemacht, bis ich immer mehr gemerkt habe dass die Luft einfach raus ist und die Ergebnisse im Vergleich zum Aufwand einfach zu wünschen übrig lassen. Ich wollte nicht mehr Stunden, Tage, Wochen ergebnislos vor irgendwelchen Analysetools verbringen, Texte so lange überarbeiten bis Google sie zwar mit Handkuss frisst aber sie einfach nichts mehr von meiner persönlichen Schreibart wiederspiegeln, Texte schreiben für Unternehmen und Seiten hinter denen ich teilweise gar nicht stehen kann, Produkte bewerben und für gut verkaufen, die ich nie in den Händen gehalten habe etc.etc. Es hat sich einfach nicht mehr richtig angefühlt, deshalb habe ich begonnen mich neu zu orientieren und beschlossen, meine Kräfte sinnvoller und effektiver einzusetzen. (Oh ja, manchmal kling ich noch immer wie eine Werbung ;))

Kurzum: es kam eine 180 Grad Wende und ich absolvierte eine Ausbildung zur Ernährungsberaterin. Hier wurde mir aber relativ schnell klar, dass das Interesse für das Themengebiet rein persönlicher Natur war und das Berufsfeld mir eher weniger lag - daher hat es nicht lange gedauert, bis ich auch diesem Beruf den Rücken gekehrt habe.

Aus Alternativlosigkeit und weil ich gerade in die Großstadt gezogen war und entsprechende Kontakte geknüpft hatte, landete ich also wieder vor dem Bildschirm. Diesmal ein wenig erfolreicher, da ich nun Teil einer großen Modelagentur war und dort als Social Media Managerin, Texte Spinnerin, Webseiten Betreuerin, Texterin und Mädchen für alle fungierte.

Nicht viel später wurde mir bewusst, dass ich einen Denkfehler gemacht hatte. Hier konnte ich meine Kräfte zwar "effektiver" umsetzen ( = monetarisieren), aber glücklich war ich mit dem Beruf noch immer nicht. Es war immer noch eher Verpflichtung, ich fühlte mich trotz meiner Erfahrung überall als Outkast, war einfach nicht für die Arbeit im Team geschaffen und musste mich jeden Tag zwingen, zur Arbeit zu gehen, obwohl ich dort sehr viel Lob und Bewunderung erhalten habe, sowohl für meine Arbeit als auch für mich als Person.

Auf einem lange geplanten und endlich umgesetzten Selbstfindungstrip in Ungarn kam dann der entscheidene Moment zum Umdenken. Wie soll der Rest meines Lebens aussehen? Soll ich weiter "Karriere" machen und dabei nebenbei Raubbau an meiner Psyche betreiben? Was soll ich mit dem Geld wenn ich nicht glücklich damit bin? Was bringt mir die Shopping Tour am Wochenende wenn ich schon Sonntag Mittag keinen Hunger mehr habe weil ich mit dem Kopf schon dran denke dass ich morgen wieder "dort hin muss"? Will ich das echt für den Rest meines Lebens?

Natürlich nicht. Wer will das schon. Und ich wollte nicht zu denen gehören, die ihr Leben lang meckern und jammern und sich über alles beschweren, aber nicht den Mut haben wirklich auszubrechen aus dem Kreislauf.

So bin ich letztendlich beim Dreaden gelandet - und damit auch wieder von der Großstadt in unser kleines/großes Paradies hier. Eine enge/tiefe Beziehung zu Dreadlocks und deren Trägern jenseits der üblichen Vorurteile hatte ich schon vorher. Hier ins Detail zu gehen würde den Rahmen sprengen, aber die Entscheidung es als selbständige Dreadlock Stylistin zu versuchen war schnell gefällt, und zum ersten mal in meinem Leben fühlte sich etwas völlig richtig an. Ein Beruf, zu dem ich bis ins kleinste Detail stehen kann, der mir Freude macht, weil ich weiß dass ein tieferer Sinn dahinter steckt, nicht nur Geld verdienen und Kühlschrank füllen.

Ich erfülle jetzt Wünsche, ich mache andere glücklich, statt zu mehr Profit verhelfen ich anderen nun zu sich selbst zu finden, mit mehr Selbstbewusstsein und gestärkt durchs Leben zu gehen, sich selbst zu verwirklichen, anders zu sein, auszubrechen aus den gesellschaftlichen Vorgaben, wie etwas angeblich zu sein hat. Klar, auch ich muss mich noch manchmal in den Allerwertesten treten - aber das erfüllt mich selbst an solchen Tagen mit Zufriedenheit, wenn ich mal überhaupt keine Lust hab. Abgesehen davon ist es einfach sehr entspannt von zu Hause aus arbeiten zu können ohne dabei die ganze Zeit vor dem Bildschirm zu verbringen (ich konzentriere mich hauptsächlich auf Dreadlock Extensions / Dread Verlängerungen aus Echthaar und Wolle) und sich alles selbst einteilen zu können.

Ich bekomme ganz oft Tage oder Wochen später Nachrichten und Fotos von Kunden, die mir begeistert schreiben wie glücklich sie mit ihren neuen Haaren sind und dass sie mir danken, dass ich so viel Liebe in den Auftrag gesteckt habe und dass sie mich gerne weiterempfehlen werden. Bei manchen Nachrichten bekomme ich feuchte Augen, weil sie so persönlich und rührend sind und weil ich mir vorher nicht hätte träumen lassen, dass ICH mal die Verursacherin von so viel Freude sein könnte.

So, und jetzt genug rumgeschmalzt ;) Wer sich näher für das Thema interessiert oder vielleicht sogar selbst Dreads oder Dread Extensions haben möchten kann ich gerne mal auf meiner Hauptwebseite umschauen: Dreadlock Extensions by Elflocks

Wenn ihr findet, dass wir Partner werden sollten oder ihr anderweitig Bock auf Kooperationen habt schreibt mich einfach an :-)


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Diese Frage ist durchaus berechtigt, wenn man sich mal überlegt dass einem sofort geglaubt wird,  wenn man über seine Depressionen und sein Elend klagt, aber wenn man sagt dass man einfach nur glücklich ist glaubt einem keiner. Er erscheint unnatürlich. Beobachtet mal, wie glücklich die Leute sind, wenn sie über ihr Unglück reden. Sie zahlen sogar Geld dafür! Sie gehen zum Therapeuten und zahlen Geld dafür um über ihr Unglück zu reden. Und das macht sie glücklich. Aber damit nicht genug - das Unglück wird meist noch übertrieben dramatisiert, ausgeschmückt und größer gemacht, als es ist. Warum? Weil sie sich an das Bekannte und Vertraute klammern. Unglück ist alles was sie kennen, sie wollen es nicht verlieren.

Viele sind unglücklich, weil sie denken, dass mit ihnen etwas nicht stimmt. Dabei sind es in den allermeisten Fällen nicht die Menschen, sondern die Muster, die nicht stimmen,  die man über die Jahre übernommen und als seine eigenen akzeptiert hat, die aber eigentlich gar nicht dem eigenen Charakter entsprechen. Das verwechseln viele.

Jeder kann sich entscheiden, glücklich zu sein oder unglücklich. Die Wahl ist riskant, da man dann selbst verantwortlich ist. Die meisten entscheiden sich dafür, unglücklich zu sein. Deshalb gibt es so viele Religionen, so viele Kirchen, so viele Neo-Hippies die ihr Glück in Rausch und Meditation suchen. Wenn man glücklich ist, braucht man das alles nicht. Dann braucht man keine Kirchen, da das ganze Universum zum Tempel wird. Man braucht keine Gebete oder Meditation, da jede Handlunge meditativ und anbetungsvoll wird, die man in glücklichem Zustand tätigt, da man durch nichts abgelenkt werden kann.

Wenn man sich von irgendetwas ablenken lässt, heißt das doch bloß, dass wir uns dafür gar nicht interessieren. Wie in der Schule - nicht die Kinder sind es, sondern die Lehrer lenken die Kinder ab. Lehrer nennen die Kinder unaufmerksam, dabei wird ihre Aufmerksamkeit bloß von anderen, spannenderen Dingen beansprucht. Ein Vogel ist einfach interessanter als ein Satz des Pythagoras. Wir lassen uns dazu bringen, uns mit unzähligen unnatürlichen Dingen zu befassen. Dazu gehören auch Macht und Geld. Wann immer wir Geld sehen sind wir nicht mehr wir selbst. Wir entscheiden uns für das Äußere und bezahlen damit aus unserem Inneren. Einen Schmetterling zu beobachten bringt uns weder politisch, noch finanziell, noch sozial weiter, da es nicht profitabel ist.

Ich kann nur jedem raten, sich immer wieder für das zu entscheiden, was einen mehr glücklich macht. Vielleicht ist man dann arm - aber man beklagt sich nicht, weil es dann der Weg ist, für den man sich entschieden hat. Ich habe mich auch für Vögel und Schmetterlinge entschieden und bin trotzdem reich, weil ich glücklich damit bin. Seitdem muss ich auch nicht mehr dauernd über mein Unglück reden - das Empfinden von Natürlichkeit gegenüber Glück und Unglück hat sich ins Gegenteil  gewandelt.




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1. Toleranz

Eine gute Gelegenheit zu erkennen, was Toleranz wirklich ist, entsteht wenn man eine wirklich schwierige, mühsame Beziehung durchstehen muss. Wenn man das lange genug erträgt gehen einem irgendwann die Augen auf, und man erkennt, dass echte Toleranz mehr ist als ein bloßes Ertragen oder Dulden. Sie muss in erster Linie mal bei uns selbst anfangen, beim Hinterfragen von eigenen Selbstbildern und Illusionen, die man sich über die Jahre über sich selbst aufgebaut hat. Man sieht sich oft nur als die berechenbare, hilfreiche und edle Person, die man gerne wäre, schaut aber nur selten den eigene Unsicherheiten,  Ausflüchten und Widersprüchen ins Auge.

Außer der wachsenden Toleranz hat das Blicken in die eigenen Abgründe noch einen weiteren Vorteil. Man hört auf, sich als besser oder schlechter als andere zu empfinden. Und vor allem betrachtet man sich irgendwann nicht mehr so sehr getrennt voneinander. Denn nicht selten spricht genau das, was wir an anderen ablehnen, Bände über unser eigenes Selbst. "Lieblingsfeinde", Menschen, die unseren Schatten verkörpern, verkörpern das was wir in uns selbst verurteilen. Oft sind das Mitmenschen, die uns eigentlich gar nichts getan haben, die uns aber dennoch unverhältnismässig aufregen. Das sind nicht selten wir selbst.

Daher ist es wichtig, sich sein eigenes Inneres bewusst zu machen. Erst dann kann man auch toleranter gegenüber anderen werden. Je intoleranter jemand ist, desto mehr benötigt er den Feind von außen, auf den die eigenen destruktiven Emotionen projiziert werden. Und auch wenn es sicher Menschen gibt, die von Natur aus toleranter sind als andere, glaube ich dass jeder es doch erst lernen muss und dass sich echte Toleranz erst mit steigender Lebenserfahrung entwickelt. Denn sie verlangt unmittelbar das Loslassen von bestimmten Sehnsüchten und Träumen - darunter auch dem Wunsch, etwas "besonderes" zu sein, oder anders als andere. Man braucht die Erkenntnis, dass wir einander viel mehr ähnlich sind als unähnlich, auch wenn wir uns als etwas so Besonderes empfinden.



2. Großzügigkeit

Wenn man von diesem Ross herabgestiegen ist, dann fällt einem z.B. auch viel leichter, anderen gegenüber großzügig zu sein. Nicht nur was Dinge angeht - das kann auch einfach eine Umarmung im größten Streit sein, ein Versöhnungsangebot obwohl man im Recht ist, eine kleine Aufmerksamkeit aus dem Nichts ...

Großzügigkeit entsteht dann, wenn man fähig ist zu geben, ohne sich reduziert zu fühlen. Wenn wir uns anderen zuwenden können, ohne zu klammern, oder Zuwendung annehmen können, ohne sie als Vereinnahmung zu empfinden. Wenn wir präsent sind, einfühlsam und aufmerksam anderen gegenüber. Wenn wir für andere da sind mit offenem Herzen und offenen Händen. Wenn unsere Gesten weder Belohnung noch Dank erwarten.

Wie auch Toleranz ist die Grundbasis an Großzügigkeit eher ungleich verteilt. Aber Gesten der Zuwendung kann man erlernen und trainieren, ganz einfach indem man sich einfühlt in andere und zumindest ab und zu den Willen zeigt, sich selbst hinten anzustellen. Es lohnt sich wirklich - schnell merkt man, dass ehrliche Hingabe das Leben erst lebenswert macht. Es ist ein befreiender Ausbruch aus dem Gefängnis der Einsamkeit, wenn wir erkennen, dass wir dort, wo unser Geben gebraucht wird, nicht weniger haben werden.

3. Toleranz + Großzügigkeit

Toleranz und Großzügigkeit in Kombination ergeben eine unglaublich wichtige Fähigkeit: Andere Menschen so zu lassen, wie sie sind. Die Bereitschaft, anderen ihre Fremdheit zu lassen, sie nicht beherrschen zu wollen oder zu bevormunden. Dazu braucht es nicht nur Toleranz und Großzügigkeit, sondern auch Offenheit, innere Weite und Versöhnlichkeit. Gerade in engen Beziehungen fällt das manchmal sehr schwer, da der Alltag den Glücksrausch irgendwann auf ein Minimum reduziert. Da gibt es nicht erwiderte Sehnsüchte nach absoluter Geborgenheit, Panik oder Angst vor Selbstaufgabe, die Desillusionierung von Idealbildern ... und letztendlich auch fast immer irgendwie den Wunsch, den anderen doch noch ändern oder nacherziehen zu können. Das kann nur zu Leid führen, denn der andere wird immer fremd und andersartig bleiben.

Ab in die Tonne also mit Erziehungswünschen, Erfolgserwartungen und Besserwisserei - die den anderen so oder so nicht erreichen. Schöne Begegnungen, echte Freundschaften oder gar Liebe sind doch viel zu kostbar, um sie leichtfertig aufs Spiel zu setzen, nur weil der andere sich unseren Idealbildern nicht anpasst.



4. Verletzungen loslassen

Der sicherlich schwerste Teil ist allerdings, Abschied zu nehmen von alten Kränkungen, Verletzungen und Angriffen. Aber wenn wir das nicht loslassen ersticken wir auf Dauer an den negativen Gefühlen und werden täglich von ihnen niedergedrückt. Wir verpesten unsere Seele mit Groll und Nachtragen, statt dass wir unseren Wunden die Zeit geben, in Frieden zu heilen. Die Resultate: Scheidungen, Trennungen, tödliches Schweigen und Kontaktabbrüche.  Wir führen vor dem Schlafengehen imaginäre Dialoge mit Streitpartnern, lassen das Wiedersehen nach langer Zeit überschattet werden von unerledigten Konflikten und plötzlich werden alte, offene Rechnungen herausgekramt und zum Hauptgesprächsstoff.

Ein hilfreicher Tipp ist auch hier, den Blick aufs eigene Innere statt auf den anderen zu lenken. Nicht mehr zu fragen "Wie konnte er das tun?", sondern "Wie konnte diese Erfahrung so sehr bei mir andocken?" Einfach mal erforschen, wo der eigene Anteil ist. Durch diese Selbsterkundung wird man auch nicht länger das hilflos Opfer, das immer nur andere als Täter verurteilt. Dann erkennen wir, dass jeder "Täter" nicht nur Täter ist, genauso wie wir selbst nicht nur Opfer sind. Dadurch hören wir auf, andere unverhältnismässig lange zu verurteilen.

Das ist nicht gleichzusetzen mit Vergessen oder Verdrängen - oder plötzlich das Unrecht gutzuheißen. Es bedeutet sich selbst zu verstehen wie man ist, nicht wie man sein sollte. Diese Versöhnlichkeit mit sich selbst bringt auch automatisch Versöhnlichkeit mit anderen. Will man den Schatten von anderen gelassen gegenüber treten, muss man das erstmal mit den eigenen schaffen.



5. Wenn alles nichts hilft

Manchmal helfen alle guten Bemühungen nichts, und der letzte Ausweg ist, die Zelte abzubrechen. Dass es nicht leicht ist, sich von einem Partner zu verabschieden, wissen die meisten von uns. Richtig schwierig wird es aber dann, wenn man einfach nicht fähig dazu ist, obwohl die Beziehung schon lange nicht mehr tragfähig ist. Man hindert sich den und den anderen am Neuanfang, indem man sich nicht loslässt. Man trennt sich zwar vielleicht, aber verdrängt den Abschiedsschmerz. "Lass uns Freunde bleiben", "ich bin trotzdem immer für dich da", "wir haben uns im Guten getrennt". 

Das alles soll es uns leichter machen, ist aber paradoxerweise erst die Vorstufe von häufig kriegerischen Auseinandersetzungen und giftigen Wortgefechten, in denen man sich die Zähne zeigt und sich die Seele noch weiter zerfetzt. Der Traum vom versöhnlichen Ende ist ein trügerischer. Instinktiv wissen wir, dass es besser ist, Abschied zu nehmen und gesund zu werden, aber wir schaffen es oft nicht. Manchmal liegt es auch daran, dass man den Abschied nur da nehmen kann, wo der auf der anderen Seite gegeben wird. Wenn eine Seite sich querstellt funktioniert es nicht. 

Der einzige Weg ist hier den Menschen, den man verabschiedet, im Herzen als Freund zu behalten, und bereichert eine neue Richtung einzuschlagen. 

Auch zum Thema:

  • Loslassen - was hilft
  • Das Ego - eine Lüge




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Wir hatten diese Woche "hohen Besuch" aus Österreich, und dementsprechend auch mal wieder einen Einblick in andere Ernährungs- und Trinkgewohnheiten. Ich war mal wieder schockiert. Mit welcher Leichtfertigkeit und Gleichgültigkeit andere sich selbst vergiften wird mir nie in den Kopf gehen.

Auch wenn mir da bisweilen etwas missionarisches nachgesagt wird, werde ich mir das nie nehmen lassen zumindest zu versuchen, die Leute etwas empfänglicher zu machen für das, was diese für sie so alltäglichen Gifte mit ihnen machen, und da ich eine ernährungsmedizinische Ausbildung habe weiß ich, welche Auswirkungen das haben kann. Auch solche, die man als Laie erstmal überhaupt nicht mit Ernährung oder gar Getränken in Verbindung bringt.

Der Hauptschädling, der nicht nur am meisten konsumiert wird, sondern auch am meisten Schaden anrichtet, ist ganz sicher Cola. Das zweitmeist erkannte Wort der Welt nach "hallo" und mit Abstand die wertvollste Marke der Weltgeschichte. Die Schäden, die es dem menschlichen Körper und Stoffwechsel zufügt sind immens, der Säuregrad kommt in etwa Batteriesäure gleich (reines Wasser: 7, Batteriesäure: 1, Cola: 2,5). Cola ist als Reinigungsmittel teilweise besser als die teuren Haushaltsreiniger von denen dann 10 verschiedene im Schrank stehen. In Entwicklungsländern ist Cola nicht selten günstiger als sauberes Wasser.

Der "wichtige", also aktive Inhaltsstoff in Coca Cola ist Orthophosphorsäure. Die Zisternen, mit denen diese Chemikalie transportiert wird, müssen spezielle Reservoirs besitzen, die für den Transport von stark ätzenden Materialien konzipiert wurden.

Damit nicht genug - die Firmenpropaganda geht soweit, den Konsumenten, inzwischen ganzen Nationen, einzutrichtern, sie seien ein "grünes Unternehmen", während sie für Wasserknappheit, Krankheiten und Umweltverschmutzung verantwortlich sind.

Coca Cola - Langzeitfolgen und Risiken

Dass tägliche Cola-Trinker ein um 48 % erhöhtes Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte haben wissen bereits viele (auch wenn sie es wohl nicht wahrhaben). Inzwischen weiß man durch eine Studie der Fachzeitschrift Respirology aber auch, dass es auch mit Lungen- und Atemstörungen in Verbindung gebracht wird, inklusive chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) und Asthma.

Aber klar, "Risiko" wird meist übersetzt mit "passiert mir eh nicht" und "kann sein, muss aber nicht." Das stimmt. Allerdings gibt es auch Folgen, die direkt und sofort nach dem ersten Glas im Körper stattfinden. Kalziumschwund in den Knochen beispielsweise, ausgelöst durch die Karbonisierung. Diese reizt den Magen und zwingt ihn sich selbst zu heilen. Die einzige Möglichkeit, die er dazu hat, ist einen Säureblocker hinzuzufügen: Kalzium. Dieses wird zunächst aus dem Blut bezogen. Um diesen Mangel wieder auszugleichen, füllt der Körper mit Nachschub aus den Knochen auf, da sonst Muskel- und Gehirnfunktionen schwer beeinträchtigt wären. Hinzu kommt noch die in Cola enthaltene Phosphorsäure, die ebenfalls den Kalziumvorrat im Körper verringert. So werden mit jedem Glas Cola die Knochen weicher, schwächer und brüchiger.

So, Herz-/Kreislauf, Gehirn, Lunge, Knochen ... sonst noch was? 

Leider ja. Der Genuss von Cola (und generell ähnlicher Erfrischungsgetränke) ist auch ein großer Risikofaktor für Krebs. Insbesondere Speiseröhrenkrebs, der bis vor wenigen Generationen noch extrem selten war, aber mittlerweile weit verbreitet ist und quasi vollständig auf diese Getränke zurückzuführen ist. Warum ist das so? 

Einer der größten Risikofaktoren, die die Entstehung von Krebs begünstigen, ist die mechanische Beschädigung von Zellen. Cola und ähnliche Getränke tun dies durch das Sodbrennen, das sie verursachen. Dieser Säurereflux (Rückfluss von Magensäure) findet immer dann statt, wenn ein gashaltiges Getränk zu sich genommen wird. Bei jedem Aufstoßen gelangt Säure in die Speiseröhre, was bei dem Ausmaß des Konsums ein Pensum erreicht hat, das jeden gefährlichen Punkt bereits überschritten hat. Was tut die Magensäure in der Speiseröhre? Das was sie immer tut und wozu sie da ist: sie löst Gewebe auf. Und da die schützende Magenschleimhaut sich nicht bis in die Speiseröhre ausdehnt, resultiert dies zusammen mit einem viel höheren Vorkommen an freien Radikalen zu einem drastischen Anstieg von Zellmutationen - und damit Krebs. 

Achso, nicht zu vergessen, dass der hohe Zucker.- und Säuregehalt auch die Zähne stark angreift und ausreicht um den kompletten Zahnschmelz zu entfernen, was sie noch anfälliger für Schädigungen macht.

Na dann trinken wir doch zuckerfrei! Oder besser doch nicht?

Ein kurzer Blick auf die Inhaltsstoffe der Cola Light Variante:

  • E150D: Farbstoff, der durch die Verarbeitung von Zucker unter Zusatz von Ammoniumsulfat gewonnen wird.
  • E951: Aspartam. Schon 5-10 ml können unumkehrbare Blindkeit und die Zerstörung des Sehnervs verursachen. Wird in warmen Getränken zu Formaldehyd umgewandelt - starker Krebserreger. Mögliche Folgen von Aspartam: Kopfschmerzen, Benommenheit/Bewusstlosigkeit, Abgeschlagenheit und chronische Müdigkeit, Ängstlichkeit und Niedergeschlagenheit, Herzklopfen, Reizbarkeit, verschwommenes Sehen, Übelkeit, Gedächtnisverlust, Gewichtszunahme, Gelenkschmerzen, Hörverlust, Unfruchtbarkeit, Gehirntumore, MS, Epilepsie, Demenz, Diabetes .... Aspartam wurde durch diese ganzen Risiken zunächst illegal, später aber unter dubiosen Umständen wieder legalisiert. 
  • E952: Natriumcyclamat, synthetische Chemikalie, 200 x süßer als Zucker. Wurde 1969 in den USA verboten, weil sie bei Ratten Krebs verursachte.
  • E950: Acesulfamkalium, 200 x süßer als Zucker. Erschwert die Funktionen des Herz-/Kreislaufsystems. Beinhaltet Asparaginsäure - führt im Laufe der Zeit zu Abhängigkeit.
  • E338: Orthophosphorsäure. Außer den oben genannten Folgen kann es eine Reizung von Haut und Augen hervorrufen. Wird z.B. bei der Produktion von Ammoniak, Holzkohle, Düngemitteln, synthetischen Reinigungsmitteln oder in der Ölindustrie benutzt. Schwächt enorm die Knochen. Weitere Nebenwirkungen sind Hautausschläge und Durst (ha.)
  • E330: Zitronensäure - Konservierungsstoff. Verwendung weit verbreitet. 
  • E211: Natriumbenzoat.  Kann beträchtliche Schäden an der DNA verursachen. Kann zu degenerativen Krankheiten wie Parkinson führen.
  • Aromen - unbekannte Zusatzstoffe. (hört hört.)

Also nicht falsch verstehen, jeder sollte sich ab und zu mal was gönnen dürfen was ungesund ist, und letztendlich muss das jeder für sich selbst wissen. Aber das Problem ist ja gerade, dass viele es einfach NICHT wissen, welchen Cocktail sie da zu sich nehmen. Wer das weiß und es dennoch literweise zu sich nimmt, der darf sich dann halt nicht beschweren.







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Also dass einem beim Einkaufen selbst in gängigen Supermärkten immer öfter "vegane" Labels entgegenblinken, das dürfte auch dem letzten nicht entgangen sein. Aber ist euch auch schonmal aufgefallen, dass es sich immer öfter um Produkte handelt, die diese Bezeichnung gar nicht bräuchten, weil sie einfach schon immer oder von Natur aus vegan waren? Vegan ist endgültig "im Trend", und wo Trends sind lässt sich Kohle scheffeln. Insgesamt werden nun schon 13 % aller Lebensmittel als "vegan" gekennzeichnet.

Also nicht falsch verstehen, auch ich befürworte es wenn der Einkauf vereinfacht wird und Produkte klar gekennzeichnet sind als das was sie sind (Wein z.B. ist ja oft nicht vegan, oder manche Säfte). Aber irgendwo muss man doch mal halblang machen. Es gibt mittlerweile so viele Artikel, die die Bezeichnung einfach nicht brauchen und nur als werbewirksamen Headliner führen um sie teurer zu machen. Und die Leute kaufens auch noch. Vegane Labels sind Verkaufsargumente, und werden klar lieber einmal zu viel als einmal zu wenig aufgedruckt, aus Angst es könne den Gewinn schmälern.

Besonders deplatziert finde ich es beim Analogkäse. Früher konnte man den in großen Mengen günstig kaufen, war vielleicht nichts für die Amsterdamer Käseplatte, aber zum Überbacken z.B. war er super. Dann war er irgendwann plötzlich Teil des "Skandals", wie man nur falschen Käse auf die Pizza packen kann. Plötzlich wollte kein Mensch mehr Analogkäse. Jetzt blechen sie gern mal 8 € dafür, weil "vegan" draufsteht. Genauso sinnfrei ist die Kennzeichnung z.B. bei Mehl oder getrockneten Hülsenfrüchten oder "veganem Brot". Ich glaube wir sind nicht mehr weit entfernt von veganen Tomaten und Kartoffeln.





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Wie kann man gelassener werden?


Mal abgesehen von den wenigen wirklichen Tragödien, die das Leben zu bieten hat, sind es ja doch in erster Linie die Kleinigkeiten, die uns so wurmen. Verloren gegangenes Gepäck ... verlegter Schlüssel ... eine Versetzung ... nicht eingehaltene Versprechen ... In solchen Situationen passt am ehesten das bekannte Sprichtwort: "Gib mir die Kraft, das gelassen hinzunehmen, was ich nicht ändern kann, den Mut, das zu ändern was ich ändern kann, und die Weisheit das eine vom anderen zu unterscheiden."

Früher habe ich solche Probleme versucht durch Spannungsabbau zu lösen. Den Kopf minutenlang unter eiskaltes Wasser gehalten ... Treppen rauf- und runterrennen etc., bis mir bewusst wurde warum das langfristig nicht funktioniert. Es kann ja gar nicht funktionieren, ohne dass ich meine Einstellung zu den Ereignissen ändere. In der Praxis heißt das, den Ist-Zustand nicht mehr mit dem zu vergleichen, was wir uns gewünscht hätten. Erst dann erlebt man, was gerade IST - egal wie wenig oder wie unerwartet.

Der nächste Schritt wäre dann, sich nicht mehr permanent als Opfer von Umständen zu empfinden. Egal was man sich selbst auch einredet, man hat immer die Wahl sich als Opfer zu sehen, oder das anzunehmen was einem gerade passiert. Ist es außerdem nicht schon Geschenk genug, dass wir wissen, dass selbst wenn etwas nicht in unsere vorgefertigten Pläne passt, eine Bedeutung in Form von Übung der eigenen Seelenstärke und Geduld hat? Das ist schonmal wahnsinnig viel.

Insbesondere der meiste "Kleinkram" erledigt sich meist eh von selbst. Ich muss da in meinem Fall z.B. an ganz häufige Konversationen im Bekanntenkreis mit einem notorischen Besserwisser und Rechthaber denken. Man kann nur der Unterlegene sein, weil es ihm von Vornherein nicht um einen Dialog ging. Manchmal nutze ich einfach den eleganten Ausweg und schmeiss ein total unpassendes Sprichwort in die Runde, Dadurch nimmt man ein wenig den Wind aus den Segeln und kann erstmal in Ruhe durchatmen, während der andere sich den Kopf zerbricht. Auch Lesen ist für mich so ein Entschleuniger.

Solche Notbremsen für Alltagssituationen sollte man generell viel mehr haben. Klar, manchmal muss man sich einfach aufregen. Und jeder hat ja auch sein Recht auf Lebensbereiche, in denen er gezielt chaotisch seine Emotionen ausleben darf. Kritisch wird es allerdings, sobald die Mitmenschen darunter leiden. Das ist dann mitnichten eine Befreiung, sondern einfach nur noch schlechtes Benehmen, das sich auch kaum rechtfertigen lässt. Es wird immer lästige Telefonate geben, Kinder, die nicht hören, unerwartete Mails, kaputte Autos, verpasste Züge, Menschen, die nicht antworten ... es ist immer was, deal with it.

Macht und Arbeitsmoral



Meist werden wir angetrieben vom Anspruch Macht auszuüben. Über unser eigenes Leben oder über das von anderen. Das merkt man an ganz banalen Alltagssituationen. Läuft z.B. in zwischenmenschlicher Hinsicht etwas nicht nach unserem Plan dann üben wir Druck aus. Wollen das letzte Wort haben. Der Überlegene sein. Aber wenn man einfach mal innehält in solchen Unterhaltungen, dann wird Recht haben gar nicht mehr so wichtig. Es bildet sich eine Haltung des aufmerksamen Passierenlassens.

Die Sucht nach Kontrolle beginnt bei vielen aber schon auf der Arbeit. Ich kenne so viele Menschen, die sich von ihrem Job so sehr in Beschlag nehmen lassen, dass ihnen kein Raum mehr für anderes bleibt. Alle sagen sie, sie würden so gerne aus diesem Hamsterrad ausbrechen, aber wissen nicht wie. Sie haben das Gefühl, sie werden gelebt, statt selbst zu leben.

Wenn man erstmal so routiniert in dieser besessenen, puritanischen Arbeitsethik (die Hand in Hand geht mit der sozial akzeptierten und geförderten Sucht nach Perfektionismus) ist, helfen nur noch Babysteps in die richtige Richtung. Mal Arbeit mit nach Hause nehmen, aber sie nicht erledigen zB. Oder am Wochenende einfach mal nicht die Mails checken und das Handy weglegen. Nach dem Abendessen nur noch mit der Familie kommunizieren etc.


Prioritäten klären

Zunächst muss man sich bewusst sein, dass jede Neuorientierung eine ehrliche Bestandsaufnahme erfordert. Jeder weiß wie schwer man sich von alten Mustern trennen kann, dazu braucht es Entscheidungsmut. Aber wenn wir zurückblicken und erkennen, dass unsere Geschichte zu jedem Zeitpunkt eine andere war, dann ist es eigentlich logisch, dass Prioritäten nicht in Stein gemeißelt sein dürfen.

Um den Blick in eine neue Richtung zu wenden muss man bereit sein, eine Weile gänzlich ohne Richtungsschilder zu leben. Aber das macht Angst, dadurch klammert man sich an Gewohntes. Gerade die im Hamsterrad verlieren irgendwann gänzlich den Kontakt zu ihren eigenen inneren Werten, weil sie den Kopf in den Sand stecken und nicht anhalten um umzuverteilen. Aber das gleichen wir einfach mit einem Gläschen mehr Wein am Abend aus. Einer Tasse mehr Kaffee. Und dem hektischen "Städtetrip-Kurzurlaub" nach dem wir noch frenetischer weiterrackern.


They told me I could be anything!


Jeder kennt das von sich selbst oder anderen. Diese Menschen, die im Geiste schon gekündigt haben, denen aber der Mut fehlt. Die seit Jahren versuchen abzunehmen und an einem unrealistischen Idealbild festhalten. Die erfolglose Projekte einfach nicht aufgeben können. Die krampfhaft an verkümmerten Beziehungen festhalten. Daraus entstehen nicht selten fruchtlose Diskussionen, die wir zwar schon als Energieverschwender erkannt haben, uns aber trotzdem immer wieder in sie verstricken. Wir halten an diesen selbstkreirtern Ambitionen mit einer Beharrlichkeit fest, die an kindliche Naivität bis hin zur Dummheit grenzt. Um sich von diesen zu lösen benötigt es eine gehörige Portion Transparenz gegenüber Selbstüberschätzung, Selbsttäuschung und der Erkenntnis, welches Maß an Verantwortung verkraftbar für uns ist.

Den meisten Selbstrespekt verlieren wir, wenn wir unangenehme Wahrheiten verdrängen, indem wir uns an sozialen Ködern orientieren. "Du kannst alles schaffen, du musst es nur wollen", "Mach weiter bis du nicht mehr kannst!", "Wenn du etwas willst dann musst du es auch haben!"

Ist das nicht traurig, wie wir uns um unsere eigene Art zu leben bringen, indem wir weiter an diesen fragwürdigen Zielen festhalten? Welche Verantwortung haben wir uns selbst gegenüber, uns von ihnen zu lösen? Ist es nicht ein Privileg, sich unspektakulären Zielen zuzuwenden, die dafür genau auf uns zugeschnitten sind?

Alles muss raus



Ein sehr großer Schritt auf dem Weg zu mehr persönlicher Freiheit war für mich das Ausmisten. Ich kann es anderen nicht oft genug aufs Auge drücken, aber ihr ahnt nicht wieviel Lebenskraft euch die Stapel von Briefen und Katalogen, die überquellenden Kleiderschränke und die Papierberge auf dem Schreibtisch rauben. Wusstet ihr, dass es sogar eine Relation zwischen Körpergewicht und vollgestopfter Wohnung gibt? Wer viel Gerümpel rumstehen hat der hat häufig Übergewicht. Scheinbar ist der Stoffwechsel irgendwie in der Lage, parallel zu unseren Gedanken auf den "Horten-Modus" umzuschalten. Oft verhält man sich sogar kontraproduktiv, häuft Briefberge an weil man meint man würde sie dann nicht vergessen. Dabei bedenken wir nicht, dass mit jeder weiteren Schicht wieder etwas vom Aufforderungseffekt verloren geht. Das alles wirkt demoralisierend, und dadurch neigen wir sogar dazu es zu vergessen. (Denn "man schafft es ja doch nie.")

Es ist einfach alles viel zu viel - Zeitungen, Werbung, Angebote, Medien, Veranstaltungen, Programme und und und. Zu wenig wesentliches. Seitdem ich es geschafft habe mich davon nicht mehr zuschütten zu lassen lebe ich ein einfacheres Leben, aber ich bin tatsächlich ein zufriedenerer Mensch. Richtig Überwindung kostet eigentlich nur der erste Schritt (z.B. keine Nachrichten mehr zu schauen oder Zeitung zu lesen, eine einzige Schublade entrümpeln ...). Für mich war das beispielsweise zum ersten Mal ein ordentliches Entrümpeln des Kleiderschranks inkl. Entsorgung bei der Altkleidersammlung (Nachrichten schau ich schon lang keine mehr). Alles was ich in 2 Jahren nicht getragen habe radikal raus. Die Kraft zum Weitermachen findet sich dann von ganz alleine wenn man Blut geleckt hat. Und plötzlich irgendwann - macht man sogar freiwillig mehr als man sich vorgenommen hat, und schafft Raum für andere Aktivitäten oder Klärung. Der Prozess muss also nicht zwangsweise von innen nach außen passieren.

Generell muss man sich wirklich bewusst machen, dass große Veränderungen nicht stattfinden wenn wir nicht begreifen, dass sie ausschließlich im Hier und Jetzt stattfinden. Nicht dann "wenn ich eine neue Wohnung habe", "wenn ich endlich 10 kg leichter bin", "wenn ich geheiratet habe", "wenn ich den Job bekomme" oder "wenn ich diese Summe Geld angespart habe".

Habt ihr schonmal drüber nachgedacht, dass die wahre Erfüllung im Leben vielleicht nicht darin besteht, wie gut wir unseren Plan A umsetzen können, sondern wie flexibel wir auf Plan B, C oder XY wechseln können? Das Hauptattribut also nicht Erfolg sondern vielmehr Flexibilität ist?





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Dreadlock Stylistin. 7 Katzen. 2 Hunde. 3500 qm Garten.

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